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Klassik: Der Chefdirigent hebt den Taktstock für Strauss und Schubert

Die kommende Konzertsaison beim Hessischen Rundfunk hat zwei markante Schwerpunkte: „Schubert“ und „Stimmen“.
Mit Leidenschaft und Verve: So kennt das Publikum Andrés Orozco-Estrada, den Chefdirigenten des HR-Sinfonieorchesters. In der kommenden Saison dirigiert er Richard Strauss’ „Elektra“. Foto: (HR/Pressestelle) Mit Leidenschaft und Verve: So kennt das Publikum Andrés Orozco-Estrada, den Chefdirigenten des HR-Sinfonieorchesters. In der kommenden Saison dirigiert er Richard Strauss’ „Elektra“.

Beides passt natürlich trefflich zusammen, man erinnere sich der mehr als 600 Lieder, die Schubert in seinem kurzen Leben geschaffen hat und die jeder wirklich guten und ausdrucksvollen Stimme zur sanglichen Ehre gereichen. Doch im Mittelpunkt des Abonnement-Zyklus’ mit dem HR-Sinfonieorchester im Großen Saal der Frankfurter Alten Oper stehen die Sinfonien des Romantikers, von denen ja – Hand aufs Herz – vor allem nur die beiden letzten, „Unvollendete“ und „Große C-Dur“, dem allgemeinen sinfonischen Kanon angehören. In zwei Doppelkonzerten geht man am 13./14. Dezember sowie am 4./5. April auf Entdeckungsreise. Zur Zweiten und „Unvollendeten“ wird Tenor Christoph Prégardien am 5. April noch die sechs Heine-Vertonungen im „Schwanengesang“ interpretieren.

Starke Stimmen machen die kommende Spielzeit von Beginn an aus: Zur Saisoneröffnung am 6. und 7. September wird die Sopranistin Anja Harteros Richard Strauss’ „Vier letzte Lieder“ interpretieren – „das Letzte“ also als verheißungsvoller Auftakt, dem am 27. und 28. September beim Konzert mit der Sopranistin Marisol Montalvo die Stimmen der Sirenen der koreanischen Ligeti-Schülerin Unsuk Chin folgen werden. Dieses Konzert wird übrigens vom treuen Christoph Eschenbach dirigiert, der sich im zweiten Teil auf Bruckners Siebte festgelegt hat.

Konzertanter „Freischütz“

Mit Mahlers sechster Sinfonie und der kraftvollen Vierten von Schumann steht bei den Konzerten am 19. Oktober sowie am 22. und 23. November erneut großformatige Sinfonik im Mittelpunkt. Solistisch wirken im Oktober der Pianist Rafal Blechacz (Mozarts A-Dur-Konzert KV 488) sowie im November Kollege Jean-Yves Thibaudet (Ravels G-Dur-Konzert). Herausragend aus dem Programm der Abonnement-Reihe sind außerdem die Konzerte am 7. und 8. Februar mit Bartóks Tanzpantomime „Der wunderbare Mandarin“, sowie zum Debussy-Gedenkjahr am 13. und 14. Juni mit der Suite aus „Trois Nocturnes“ und „Images“. Der schwedische Klarinettist Martin Fröst wird am 28. Februar und 1. März Debussys Rhapsodie für Klarinette und Orchester sowie das Klarinettenkonzert seines Landsmanns Anders Hillborg spielen.

Zwei Mal begibt man sich in dieser Spielzeit auf die Opernbühne: Zunächst leitet Marek Janowski am 29. und 30. November im Sendesaal die wohl romantischste aller deutschen Opern, Carl Maria von Webers „Freischütz“ (konzertante Aufführungen). Am 15. März ergreift schließlich Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada den Taktstock – der große Richard Strauss-Verehrer und -Spezialist dirigiert in der Alten Oper „Elektra“ (ebenfalls konzertant).

Breitgefächert ist das Repertoire in den Konzerten der Reihe „Barock plus“ im Sendesaal. François Leleux eröffnet den Reigen am 1. und 2. November in Doppelfunktion als Dirigent und Solo-Oboist – von einer Rameau-Ouvertüre geht es über Haydn zu Brahms’ Haydn-Variationen (nach barockem Vorbild). Auch Reinhard Goebel ist mit seinem Ensemble Musica Antiqua Köln seit Jahrzehnten eine feste Größe. Zusammen mit dem HR-Sinfonieorchester und dem Klavierduo „Tal & Groethuysen“ gibt es am 21. und 22. Februar Raritäten für Orchester und zwei Klaviere, etwa von Ladislav Dussek oder Anton Eberl. „In den höchsten Tönen“ wird man am 30. und 31. Mai den Countertenor Bejun Mehta (Großneffe von Zubin Mehta) erleben. Die Reihe der „Auftakt“-Konzerte (früher „Debüt“) spannt den Bogen über Mussorgkis „Bilder einer Ausstellung“ (Ravel), Nielsens „Vier Temperamente“ hin zu einem speziellen Programm („Retrotopia“) mit dem „Guest Artist“ Martin Fröst.

Open Air am Main

Konzerte mit zeitgenössischer Musik finden sich wieder in der Reihe „Forum N“, und die Kammermusik wird ebenfalls in einer eigenen Serie gepflegt. Großen Wert legt man bei den Mitgliedern des HR-Sinfonieorchester seit jeher auf das Musizieren in kleiner Formation: Zehn Konzerte bieten dafür reichlich Gelegenheit.

Und das Beste zum Schluss: Zur Eröffnung der neuen Saison gibt es wieder ein „Europa Open Air“ auf der Weseler-Werft am Main-Ufer, und zwar am 23. August. Ge

HR-Sinfonieorchester

Infos und Karten unter
Telefon (069) 1 55-20 00.
Internet www.hr-sinfonieorchester.de

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