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Der Maschinen-Mensch tanzt in den Mai

Von Montag an steht im Mousonturm und in der Naxoshalle Frankfurt eine Woche lang alles im Zeichen von „NODE 15 – Forum for Digital Arts“.
Schöne neue Welt: Der Körper wird technisch erweitert. Schöne neue Welt: Der Körper wird technisch erweitert.

„Wrapped in Code – The future of the informed body“, etwa: „Erfasst vom allgegenwärtigen Interface: die Zukunft des informierten Körpers“, lautet das Motto des 4. internationalen Festivals für digitale Kunst und Kultur. „NODE“ findet seit 2008 im Zwei- bis Dreijahrestakt statt. Mitgründer und aktueller „NODE“-Leiter David Brüll zeigte sich bei der Programmvorstellung erfreut, dass „NODE“ mit den beiden Häusern an der Waldschmidt-Straße dem angewachsenen Platzbedarf Rechnung tragen könne. Mit seinen Workshops in der Naxoshalle (in Englisch) und der Schau- und Performance-Seite im Mousonturm ist „NODE“ sowohl Szenetreffen als auch öffentliches Festival.

331 gemeldete Teilnehmer, real eher fünfhundert, kommen zur Hälfte aus Deutschland, zur andern aus 38 Ländern, darunter Russland und China. 51 ausverkaufte Workshops finden statt. Aufs allgemeine Publikum zielen 38 kulturelle Veranstaltungen, aber auch Workshops für Kinder und Jugendliche ab. Die Beiträge zu Design, Kunst, Kultur und Wissenschaft (Vorträge, Konzerte, Performances, Ausstellung, ein Symposium) stammen aus der digitalen Kunst-, der kreativen Software-, Design- und Elektronikszene und angrenzenden Wissenschaften.

 

Bewegung wird Klang

 

Die Ausstellung „The Informed Body“ präsentiert Werke von 21 Einzelkünstlern und Gruppen. Susanna Hertrich entwirft Utopien und Dystopien rund um körpererweiternde „Wearables“ und fragt, welche Fähigkeiten uns verloren gehen und welche tierischen Eigenschaften wir uns technisch aneignen werden (den Geruchssinn der Hunde?). „Beanotherlab“ befasst sich mit der „kommenden Maschine“ und virtuellen Brillen, die uns in fremde Körper zu schlüpfen erlauben.

Das Symposium (30. April) dreht sich in vier Bereichen um die Herausforderung „Big Data“, den technologisch erweiterten und kontrollierten Körper, „Wearables“ und Mode sowie digitale Musik. Mit Konzerten klingt das Symposium aus. Ebenfalls im Mousonturm erzählen Entwickler vom „Motion Bank“ der Forsythe Company, zeigt Ulf Langheinrich die Tanzperformance mit 3D-Projektionen „Movement C“, tragen Künstler in „Sprechstunden“ vor. Auch wird in den Mai getanzt („Elecktrickery“).

Die Workshops in der Naxoshalle mögen auf Laien abseitig wirken. Wer weiß schon, was „GPU Particles“ sind? Die Verschmelzung des Körpers mit digitalen Technologien und der Widerstand gegen die nahtlose Digitalisierung gehen aber alle an: Designte Umgebungen nehmen uns Mühen ab, Roboter dringen in die Medizin vor, Drohnen führen ferngelenkte Kriege. Zudem finden in der Naxoshalle Kunstprojekte statt. Mirco Beckers Architektur-Klasse vom Städel zeigt in der Installation „Digital Bodies“ Objekte rund um den 3D-Scan einer Barockskulptur Matthias Steinls. Die Installation „Sensitive Assembly“ lockt mit einen computergenerierten Spiel, die Hör-Installation „Spatial Sound“ verwandelt mit 30 Lautsprechern in spezieller Anordnung Bewegungen der Besucher in Klang.

 

Vom 27. April bis 3. Mai. Orte: Mousonturm und Naxoshalle, Frankfurt, Waldschmidtstraße 4. Tel. (069) 4 05 89 50. Internet: node15.vvvv.org.

 

(dek)
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