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Neuverfilmung von King Kong: Der Riesenaffe greift an

Unter der Regie von Jordan Vogt-Roberts begegnet eine Gruppe von Soldaten und Forschern im Jahr 1973 auf einer geheimnisvollen Insel dem Monsteraffen Kong.
Der erste Film über King Kong kam 1933 in die Kinos, der bislang letzte war 2005 zu sehen, inszeniert von Peter Jackson. Jetzt hat Regisseur Jordan Vogt-Roberts den riesigen Affen im 3D-Format auf der „Insel der Schädel“ einquartiert. Als dort eine Expedition aus Wissenschaftlern und Soldaten anrückt, zeigt sich das Monster wenig erfreut. Foto: Courtesy of Warner Bros. Pictures Der erste Film über King Kong kam 1933 in die Kinos, der bislang letzte war 2005 zu sehen, inszeniert von Peter Jackson. Jetzt hat Regisseur Jordan Vogt-Roberts den riesigen Affen im 3D-Format auf der „Insel der Schädel“ einquartiert. Als dort eine Expedition aus Wissenschaftlern und Soldaten anrückt, zeigt sich das Monster wenig erfreut.

Fast 85 Jahre ist es her, dass sich der Riesenaffe „King Kong“ über die Leinwände hangelte und zum Kinoklassiker wurde. Seitdem gab es zahlreiche Fortsetzungen und Neuverfilmungen – und auch jetzt soll ein neues Abenteuer der Auftakt zu einer ganzen Filmreihe werden: „Kong: Skull Island“ ist eine Neuauflage des berühmten Monsterfilms. Für das aufwendig gedrehte Spektakel hat Regisseur Jordan Vogt-Robert die Stars Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson und Brie Larson vor der Kamera zusammengebracht.

Die Geschichte spielt 1973, in dem Jahr, in dem die USA unter Präsident Richard Nixon ihren Einsatz im Vietnamkrieg beendeten. Eine Gruppe höchst unterschiedlicher Charaktere bricht auf eine Forschungsmission zur mysteriösen Insel Skull Island auf, die bei Filmkennern seit 1933 als Heimat von Kong bekannt ist. Mit in der Expedition, die von einer Spezialeinheit Soldaten begleitet wird, befinden sich unter anderem Lieutenant Colonel Packard (Jackson), Vietnam-Veteran James Conrad (Hiddleston) und die Kriegsfotografin Mason Weaver (Larson). Keiner von ihnen ahnt jedoch, was sie auf Skull Island erwartet.

Schon die erste Begegnung mit dem Riesenaffen verläuft desaströs. Packard muss zahlreiche Verluste unter seinen Männer beklagen. Von Rache getrieben, verfolgt er Kong, während die anderen nach Wegen suchen, die Insel schnell wieder zu verlassen. Dabei stellt sich allerdings heraus, dass noch zahlreiche weitere gigantische und viel gefährlichere Kreaturen auf dem Eiland leben und womöglich nicht Kong der Feind des Menschen ist. „Wir gehören hier nicht hin“, stellt Conrad fest. Aus der vermeintlichen Forschungsmission wird ein Überlebenskampf.

Hinter „Kong: Skull Island“ steckt das Produktionsteam, das auch die Neuverfilmung von „Godzilla“ (2014) verantwortete. Mittelfristig sollen sich beide Kreaturen wohl in einem Crossover-Film begegnen, so wie in früheren Monsterwerken der japanischen Toho Studios. Umso überraschender, dass hinter der Kamera ein eher Unbekannter stand: Der Amerikaner Jordan Vogt-Roberts wurde für seinen Independent-Film „The Kings of Summer“ gefeiert, hatte aber noch keinerlei Blockbuster-Erfahrung. Dennoch setzt der Regisseur natürlich auf monströse Spezialeffekte. Besonders erfrischend ist dabei im Vergleich mit ähnlichen Filmen allerdings, dass der Regisseur nicht mit einer langatmigen Einführung hinhält, bevor die ersten Monster auf der Leinwand brüllen. Schließlich weiß jeder, was auf der Insel passieren wird, warum also lange darauf warten? Der Film kommt also schnell zur Sache und schickt zwei Stunden lang seine Protagonisten durch ein rasantes, überlebensgroßes Abenteuer, gedreht vor traumhaften Kulissen in Hawaii, Vietnam und Australien.

Der Brite Tom Hiddleston („Thor“) macht als Actionheld einmal mehr eine gute Figur. Samuel L. Jackson („The Hateful 8“) spielt wie so oft den Hardliner. Brie Larson hingegen bezirzt Kong, allerdings ohne die Gefühlsduselei früherer Filme, während John C. Reilly als Gestrandeter für die lustigen Momente sorgt. Viel Raum für Entfaltung und Entwicklung bietet der Film seinen Charakteren zwar nicht, aber die Monster sollen schließlich die Stars sein. Und die sehen, mit Ausnahme der namenlosen „bösen“ Kreaturen aus der Tiefe, grandios aus.

Anders als bei der etwas lahm geratenen Neuauflage von „Godzilla“ vor zwei Jahren ist den Machern mit „Kong: Skull Island“ ein mitunter erstaunlich spannendes, unterhaltsames Spektakel gelungen, ein dank visuell beeindruckender Action kurzweiliger Film, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Kleiner Tipp: Nach dem Abspann sitzen bleiben. Sehenswert

 

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos, Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis (D+E). Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis (D+E). Mainz: Cinestar (D+E)

 

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