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Historiendrama „Mathilde“: Der Zar verzichtet nicht

Von Der russische Regisseur Alexei Uchitel erzählt von der unglücklichen Liebe zwischen dem russischen Herrscher und einer Primaballerina.
Mathilde (M. Olszanska) und Nikolaus (Lars Eidinger). Foto: V.Sevastynov (Kinostar Filmverleih) Mathilde (M. Olszanska) und Nikolaus (Lars Eidinger).

Die große Liebe? Ein ganzes Leben lang dauert sie nicht. Unromantisch klingt das. Was bringt es da, an sie zu glauben? Verliebt ist der russische Thronfolger und spätere Zar Nikolaus II. (Lars Eidinger) nicht etwa in die deutsche Prinzessin Alix von Hessen-Darmstadt (Luise Wolfram). Nach dem Willen seines strengen Vaters Zar Alexander III. (Sergey Garmash) soll Nikolaus sie jedoch heiraten. Dabei hat der sich längst in Mathilde Kshessinsksa (Michalina Olszanska) verliebt. Doch ist diese außergewöhnlich begabte und schöne Primaballerina, die es mag, noch weitere Männerherzen höher schlagen zu lassen, nicht standesgemäß. Dem Zaren und der stolzen Tänzerin ist dies allerdings gleichgültig. Sie wollen ihre leidenschaftliche Liebe ausleben. Nachdem Zar Alexander III. gestorben ist, versuchen vor allem der dienstbeflissene Oberst Vlasov (Vitaliy Kishchenko) sowie der kaltblütige Dr. Fischel (Thomas Ostermeier), das Glück von Nikolaus und Mathilde zu zerstören . . .

In Russland verursachte „Mathilde“ einige Unruhen. Nachts wurden Molotowcocktails an die Wände des Gebäudes geworfen, in dem der Regisseur Alexei Uchitel sein Studio hat. Der Protest kam von Konservativ-Orthodoxen, die den im Jahr 2000 heiliggesprochenen Zar Nikolaus II. (1868–1918) verunglimpft sahen. Dabei zeichnen die Drehbuchautoren Aleksandr Terekhov und Michael Katims den einstigen Imperator keineswegs mit Respektlosigkeit. Was ihnen beim Verfassen ihrer Geschichte vorschwebte, nämlich eine historisch belegte Liebesgeschichte, hat Regisseur Alexei Uchitel opulent inszeniert. So drehte er in den ehemaligen Zarenpalästen in Sankt Petersburg, im Mariinsky- und im Bolschoi-Theater. Natürlich macht der Prunk nicht vor den Kostümen Halt. Detailverliebt erscheinen ihre Entwürfe und edel die Stoffe. Oft staunt man über diesen Reichtum. Aber so reizvoll „Mathilde“ auch visuell wirkt: Die Geschichte selbst ist nicht sonderlich originell, spannend oder berührend erzählt. Inmitten all der prachtvollen Bilder bleiben nicht wenige Schauspieler eher farblos in der Darstellung ihrer Figuren. Annehmbar

 

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