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Interview: Der englische Schauspieler Tom Holland kommt als der neue "Spider-Man" in die Kinos

Gerade mal 21 Jahre alt, ist Tom Holland innerhalb kurzer Zeit schon der dritte "Spinnenmann" auf der Filmleinwand. Er klettert unter der Regie von Jon Watts.
Peter Parker alias Spider-Man geht die Wände hoch. Tom Holland spielt ihn als Überhelden der Social-Media-Generation. Foto: (Sony Pictures) Peter Parker alias Spider-Man geht die Wände hoch. Tom Holland spielt ihn als Überhelden der Social-Media-Generation.

Alle paar Jahre gibt es einen neuen Spider-Man. Nach Tobey Maguire und Andrew Garfield schlüpft nun Tom Holland ins rot-blaue Spinnenkostüm. Seinen ersten Auftritt in dieser Rolle hatte er bereits vergangenes Jahr in „The First Avenger: Civil War“. Jetzt agiert der erst 21 Jahre alte englische Darsteller, der auch in britischen Fernsehserien gespielt hat, an der Seite von US-Größen wie Robert Downey Jr., Marisa Tomei und Michael Keaton. Regisseur Jon Watts ist ebenfalls Amerikaner. Im neuen „Spider-Man“-Film mit dem Zusatztitel „Homecoming“ (Heimkehr) muss sich Spider-Man erst einfinden in die Rolle des Superhelden, sich vertraut machen mit all den ihm zur Verfügung stehenden Superkräften. Zudem bekommt es Peter Parker alias Spider-Man mit einem beachtlichen Bösewicht zu tun: The Vulture. Martin Schwickert sprach mit Titeldarsteller Tom Holland über das Wie und Warum.

Mr. Holland, innerhalb von 15 Jahren sind Sie nun der dritte Schauspieler, der in den Spider-Man-Anzug steigt. Worin unterscheidet sich Ihr Spider-Man alias Peter Parker von den vorherigen?

TOM HOLLAND: Mir war es wichtig, einen eigenen und neuen Zugang zur Figur zu finden. Es wäre unfair gegenüber den Fans und meinen Vorgängern, wenn wir das alte Rezept nur kopiert hätten. Wir haben uns viel Mühe gegeben, unseren Spider-Man möglichst stark in der Realität zu verwurzeln. Das ist das erste Mal, dass die Erzählung eines Superhelden-Films fast komplett an einer High-School angesiedelt ist. Außerdem hat unser junger Spider-Man ein ganz großes Ziel: Er will ins Team der „Avengers“ aufgenommen werden.

Sie hatten schon einen ersten Auftritt als Neuling zusammen mit den „Avengers“ in „Captain America: Civil War“. Wie haben Sie sich als Superheld-Novize gefühlt?

HOLLAND: Als ich das erste Mal Chris Evans in seinem Captain-America-Kostüm gesehen habe, war ich völlig aus dem Häuschen. Diese Reaktion war für mich dann auch der Indikator, wie ich Spider-Man spiele, wenn er die „Avengers“ das erste Mal trifft.

„Homecoming“ ist im Vergleich zu anderen Superhelden-Filmen deutlich humorvoller angelegt.

HOLLAND: Das stimmt. Der Film fühlt sich über weite Strecken eher wie eine Komödie an. Mein Spider-Man ist ein Kind im Superhelden-Anzug, das sehr viel mehr Spaß an seinem neuen Dasein hat als die abgebrühten Kollegen. Wenn jemand auf ihn schießt, lacht er. Egal wie ernst die Situation ist, ihm fällt immer noch ein Witz ein.

Ist ihr Peter Parker der Spider-Man der Social-Media-Generation?

HOLLAND: Wie in der Comic-Vorlage ist Peter Parker in diesem Film ein Fotograf. Viele Leute fragen, warum er im Gegensatz zu seinen Vorgängern keinen Fotoapparat um den Hals hängen hat. Der Grund ist einfach: Wie alle Menschen seiner Generation fotografiert Peter Parker heute mit seinem Smartphone. Am Anfang des Filmes sieht man ihn, wie er ein Selfie-Video dreht. Das ist natürlich eine Hommage an den Fotografen Peter Parker und macht gleichzeitig deutlich, dass die Figur endgültig im neuen Jahrtausend angekommen ist. Unser Spider-Man ist auf Instagram und weiß, wie man ein YouTube-Video hochlädt.

Waren Sie als Kind schon Spider-Man-Fan?

HOLLAND: Ich habe den ersten „Spider“-Film damals im Kino gesehen und mir danach auch alle anderen angeschaut. Spider-Man war mein Lieblingsheld. Mein kleiner Bruder schläft in Spider-Man-Bettwäsche, die einmal mir gehört hat.

Wer liegt Ihnen näher: Der eher nerdige Peter Parker oder der heldenhafte Spider-Man?

HOLLAND: Ich wollte die Ähnlichkeit der beiden Identitäten herausarbeiten. Bisher existierte immer eine tiefe Kluft zwischen Peter Parker und Spider-Man. Aber die beiden sind sich im Grunde sehr ähnlich, und ich fühle mich Peter Parker genauso verbunden wie Spider-Man.

Der Film spielt zum Teil in Berlin. Wie waren Ihre Erfahrungen beim Dreh in Deutschland?

HOLLAND: Wir hatten sechs Drehtage in Berlin und waren an vielen verschiedenen Stellen in der Stadt. Das hat mir großen Spaß gemacht. Allerdings hatten die Produzenten die schöne Idee, eine Szene mit versteckter Kamera an der Hotel-Rezeption zu drehen. Ich sollte unter dem Namen Peter Parker einchecken. Aber es ist nicht erlaubt, in der Hotel-Lobby zu filmen, und deshalb haben sie mich rausgeworfen. Und dann ist die Szene nicht einmal im Film gelandet.

Haben Sie Angst, als Spider-Man in Hollywood in eine bestimmte Kategorie gesteckt zu werden?

HOLLAND: Nein, da mache ich mir keine Sorgen. Die Dreharbeiten zu solchen Filmen brauchen etwa fünf Monate. Da bleibt noch Zeit. Und ich werde alles daran setzen, so viele andere Filme wie möglich zu drehen, um nicht allein als Spider-Man wahrgenommen zu werden. Im Moment habe ich nicht das Gefühl, dass ich in eine Schublade gesteckt werde. Im Gegenteil: Spider-Man hat mir Türen geöffnet.

„Spider-Man: Homecoming“

Vom 13. Juli an in den Kinos

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