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Geburtstag: Harrison Ford wird 75 Jahre alt: Der intergalaktische Rebell

Als Sternenkrieger und Indiana Jones gibt Harrison Ford im Kino noch immer den Abenteurer und Kämpfer, den reifen Han Solo oder den ergrauten Indiana Jones. Im Oktober kehrt er sogar als Blade Runner zurück.
Seine Parade-Rolle als Indiana Jones – 2020 spielt er ihn abermals. Foto: Universal/David James (Universal/David_James) Seine Parade-Rolle als Indiana Jones – 2020 spielt er ihn abermals.

Gute Gene? Gesunder Lifestyle? Oder seine 22 Jahre jüngere Frau Calista Flockhart? Was immer Harrison Ford als Anti-Aging-Strategie für sich entdeckt hat, es funktioniert. Der Schauspieler, der heute 75 Jahre alt wird, jagt mit Lederjacke, Peitsche und Hut bereits dem nächsten Abenteuer nach. Im Juli 2020 soll Ford als „Indiana Jones“ im fünften Teil der Abenteuer-Saga in die Kinos kommen.

Vor einem Jahr weckte Harrison Ford bei vielen nostalgische Gefühle: In „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ war er wieder als Han Solo zu sehen, erstmals seit 1983. So ergraut wie durchtrainiert kämpfte er sich mit seinem alten Kumpel Chewbacca durch galaktische Abenteuer und machte Prinzessin Leia schöne Augen. Doch Ford ist nicht nur als Sternenkrieger, Kämpfer und Abenteurer auf der Leinwand bekannt. Er hat sich auch als Umweltaktivist und passionierter Flieger einen Namen gemacht.

Der Schauspieler mit dem zerfurchten Gesicht, den schmalen Augen und der skeptischen Miene – in die sich unvermutet ein anrührend schiefes Lächeln schleichen kann – sieht das Altern eher gelassen: „Je älter man ist, desto mehr Fehler hat man gemacht, aus denen man lernen kann.“ Und er steht weiter gern vor der Kamera, mit hohem körperlichen Einsatz. Ein neuer „Blade Runner“ ist abgedreht, danach spielt Ford zum fünften Mal den abenteuerlustigen Archäologen Indiana Jones.

Mühsame Anfänge

Die Rolle des Indiana Jones hat sein Star-Image geprägt wie keine andere. Alles begann 1981 in Steven Spielbergs „Jäger des verlorenen Schatzes“. Ford spielte einen Mann, der clever und waghalsig ist, ein wenig professoral wirkt – und haarsträubend gefährliche Situationen meistern muss. Es folgten „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (1984), „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989). Auch fast 20 Jahre später in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (2008) ist er noch immer so mürrisch wie ironisch, mit Dreitagebart, Vintage-Lederjacke und dem berühmten Hut mit geschwungener Krempe und dunklem Band.

Fords Anfänge als Schauspieler waren eher mühsam. Am 13. Juli 1942 in Chicago geboren, ging er mit Anfang 20 nach Hollywood, schlug sich mit kleinen Auftritten durch, mit Fernseh-Werbung und in Western-Serien („Die Leute von der Shiloh-Ranch“). Mit George Lucas’ „American Graffiti“, kommt seine Karriere in Fahrt, und 1977 wird er mit „Star Wars“ weltweit bekannt. Regisseur George Lucas setzt Ford auch in den Sequels „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) ein. Mitte der 80er Jahre kamen auch anspruchsvollere Rollen. Er spielt gern den verantwortungsbewussten Mann, der im Augenblick der Gefahr ungeahnte Kräfte aufbringt, um sich selbst oder andere zu retten. Dabei wird er auch von selbstquälerischem Zweifel geplagt, wie in Peter Weirs „Der einzige Zeuge“ (1985): Ford versucht, als Police-Detective in der abgeschotteten Gemeinschaft der Amish-People einen kleinen Jungen vor Mördern von „draußen“ zu schützen. Ford wird für den Oscar nominiert.

In Roman Polanskis Thriller „Frantic“ (1988) spielt er einen Arzt, der eine verzweifelte Suchaktion startet, als seine Frau entführt wird und ihm niemand glauben will. Eine negative Variante dieses Kämpfertyps liefert Ford in „Schatten der Wahrheit“ (2000) von Robert Zemeckis. Hier ist er ein klug berechnender, hochintelligenter Mann, der über Leichen geht, als seine Karriere in Gefahr gerät. Dabei verschont er auch seine Ehefrau (Michelle Pfeiffer) nicht.

In Fords späten Rollen tritt der Action-Faktor in den Hintergrund, Alterswürde blitzt auf. So in „Crossing Over“ (2009), in dem er sich um Illegale kümmert oder in „Ausnahmesituation“ (2010), dem Porträt eines Wissenschaftlers, der eine gefährliche Krankheit erforscht.

Freund von Spinnen

Aber der Star interessiert sich für mehr als Schauspielerei: Seit Jahren ist er im Umweltschutz engagiert, unterstützt etwa den Kampf gegen die Verschmutzung des Hudson River. Für sein Engagement wurde er mit der Benennung von zwei Tieren geehrt: einer kalifornischen Spinne, der Calponia harrisonfordi, und einer mittelamerikanischen Ameise, der Pheidole harrisonfordi. In der Dokumentarfilmreihe „Nature Is Speaking“ leiht er 2015 dem Ozean seine Stimme: „Ohne eine gesunde Natur wird der Mensch nicht überleben.“

Der Privatmann Harrison Ford gilt als zurückhaltend. Der Hype um Social Media ist ihm ein Gräuel. Es sei absurd, davon besessen zu sein, wie viele „Likes“ man bekomme oder wie viele „Follower“ man habe, sagte er in einem Interview.

Der fünffache Vater und zweifache Großvater lebt mit seiner dritten Frau, „Ally-McBeal“-Star Calista Flockhart, auf einer 500 Hektar großen Ranch in Jackson Hole, Wyoming. Hier hat er auch das Fliegen entdeckt, das für ihn „eine sehr spezielle Art der Meditation“ ist, wie er sagt. Er besitzt sieben Flugzeuge, fliegt auch Rettungseinsätze. Er führe ein privilegiertes Leben: Er könne tun, was ihm gefalle.

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