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Teil fünf von „Fluch der Karibik“: Der schlechteste Pirat der Welt

Von Mit „Salazars Rache“ geht die unverwüstliche Piraten-Saga „Fluch der Karibik“ in eine neue Kino-Runde: mit Johnny Depp und vielen alten Bekannten.
Ja, was blitzt denn da in der Sonne? Fasziniert blickt Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) auf die geheimnisvolle Flaschenpost. Im fünften Teil der Piraten-Saga „Fluch der Karibik“ muss sich Sparrow mit den Untoten der Mannschaft seines Rivalen Salazar auseinandersetzen. Für ihn beginnt eine turbulente Odyssee. Foto: Disney (Disney) Ja, was blitzt denn da in der Sonne? Fasziniert blickt Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) auf die geheimnisvolle Flaschenpost. Im fünften Teil der Piraten-Saga „Fluch der Karibik“ muss sich Sparrow mit den Untoten der Mannschaft seines Rivalen Salazar auseinandersetzen. Für ihn beginnt eine turbulente Odyssee.

Captain Jack Sparrow ist der schlechteste Pirat der Welt – deshalb lieben ihn Millionen. Tollpatschig wie Donald Duck stolpert er durch seine Abenteuer, verfolgt von Erzfeinden, die er im Laufe seiner illustren Karriere übers Ohr gehauen hat. Obwohl sich Sparrow wenig edelmütig benimmt, lügt, betrügt, stiehlt und immerzu den eigenen Vorteil sucht, schlägt sein Herz doch auf dem rechten Fleck. Das wahrhaft Böse ist dem schrägen Seeräuber fremd, der es am Ende immer wieder fertig bringt, als Held wider Willen davonzukommen.

Hauptdarsteller Johnny Depp hatte die Idee, den Freibeuter im Stil eines dauerbekifften Rockstars zu spielen, nebst exzentrischen Gesten, Rasta-Mähne und gammeligem Ziegenbart. Als im Jahr 2003 der erste Teil der „Fluch-der-Karibik“-Reihe gedreht wurde, hatte Disney-Chef Michael Eisner noch getobt, Depp würde den geplanten Familienstoff ruinieren. Der Gescholtene reagierte gelassen: „Vertrauen Sie mir oder schmeißen Sie mich raus.“ Eisners Geduld mit dem Star zahlte sich aus. „Fluch der Karibik“ wurde zu einer der erfolgreichsten Filmserien mit einem Einspielergebnis von über 3,7 Milliarden Dollar. Johnny Depp gestand, sich bei der Gestaltung der Rolle an „Rolling-Stones“-Gitarrist Keith Richards orientiert zu haben, der konsequenterweise in späteren Fortsetzungen Sparrows Vater mimte.

Doch Depps exzentrische Darstellung wäre bloß die halbe Heuer gewesen, hätte ein cleveres Autoren-Duo nicht ein feines Seemannsgarn um ihn herum gestrickt. Ted Elliot und Terry Rossio versetzten eine klassische Mantel-und-Degen-Geschichte mit einer ordentlichen Prise schwarzen Humors, Slapstick-Einlagen und schaurig schönen Fantasy-Elementen, inspiriert durch das Computerspiel „Monkey Island“ und „Indiana Jones“. So entwickelte sich der schlichte Piratenkapitän Sparrow im Laufe der Zeit zu einem Jäger verlorener Schätze aus dem Reich des Okkulten.

Nachdem er bereits mit Riesenkraken rang, das Totenreich am Ende der Welt durchwanderte, vor mörderischen Meerjungfrauen Reißaus nahm und die Quelle ewiger Jugend entdeckte, muss sich Captain Jack im fünften Teil auf die Suche nach Poseidons Dreizack begeben. Den Anlass liefert ein alter Rivale, der spanische Kapitän Salazar (Javier Bardem). Einst wurde er vom jungen Jack Sparrow aufs Kreuz gelegt und mitsamt Mannschaft in das höllische Bermudadreieck verbannt. Nun taucht Salazar wieder auf, flankiert von einer Crew untoter Piraten, und dürstet nach Rache.

Um dem drohenden Unheil zu entkommen, will Sparrow den legendären Dreizack in die Finger kriegen, mit dem er die sieben Meere beherrschen könnte. Doch auch die ambitionierte Astronomin Carin (Kaya Scodelario) ist hinter dem Artefakt her, genauso wie Henry Turner (Brenton Thwaits), Sohn von Sparrows früherem Weggefährten Will Turner (Orlando Bloom). Und natürlich darf der gerissene Kapitän Barbossa bei der turbulenten Odyssee nicht fehlen, weil niemand den piratischen Gruß („Arr!“) so schön intoniert wie Geoffrey Rush.

„Fluch der Karibik – Salazars Rache“ bietet ein Wiedersehen mit vielen beliebten Figuren der Saga, ohne sich auf alten Versatzstücken auszuruhen. Terry Rossio hat ein neues, spannendes Kapitel geschrieben, das seinen eigenen Charme entwickelt und mit viel Witz zu unterhalten versteht. Das norwegische Regie-Duo Joachim Ronning und Espen Sandberg („Kon-Tiki“) setzt die ausladenden Action-Szenen gekonnt in Szene, schwelgt in hervorragenden Spezialeffekten, verliert aber die menschlichen Charaktere nie aus den Augen. Die Frische der Erzählung und die Spielfreude des Ensembles ist erstaunlich hoch für eine fünfte Fortsetzung. Obwohl die Handlung ohne den üblichen Cliff-Hanger endet, also in sich abgeschlossen ist, wäre ein sechster Teil möglich – und in diesem Fall sogar wünschenswert. Der schlechteste Pirat aller Zeiten darf die Segel setzen, solange er der beste Unterhalter des Kino-Sommers bleibt. Sehenswert

 

Von morgen an! Frankfurt: Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Mainz: Cinestar. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis

 

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