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Film-Kritik zu "Why him?": Dickköpfiger Vater lernt sturen Schwiegersohn kennen

Von Bryan Cranston spielt in John Hamburgs Komödie „Why him?“ einen Vater, der sich fragt, warum er seine Tochter an James Franco als merkwürdigem Typen abgeben soll.
Ned (Bryan Cranston, links) misst sich mit Laird (James Franco). Ned (Bryan Cranston, links) misst sich mit Laird (James Franco).

Dass Väter ihre erwachsenen Töchter nur äußerst ungern einem anderen Mann überlassen, gehört zu den Dramen des Alltags und hat als Komödie so oft schon ins Kino gefunden, dass es sich kaum zählen lässt. Noch gut im Gedächtnis ist etwa Ben Stiller, der in „Meine Braut, ihr Vater und ich“ einem künftigen Schwiegervater (Robert De Niro) begegnete, wie man ihn seinem ärgsten Feind nicht wünscht. Die Erinnerung an diese explosive Zusammenkunft ist sogar so nachhaltig, dass sie sich immer wieder aufdrängt, wenn man nun James Franco und Bryan Cranston aufeinander losgehen sieht. Die unwillkürliche Gedankenverbindung ist denn auch kein Zufall: Der Regisseur von „Why him?“, John Hamburg, hat einst am Drehbuch zu „Meine Braut, ihr Vater und ich“ mitgeschrieben. Für seinen neuen Film hat er nun gewissermaßen sich selbst kopiert.


Das hätte vielleicht gutgehen können, geht tatsächlich aber schief, denn die alte Idee erhält lediglich einen frischen Anstrich, der die bemühten Dialoge nicht übertünchen kann, obwohl wieder zwei eigentlich erstklassige Darsteller aufeinandertreffen, die dann notgedrungen hinter sich selbst zurückfallen. James Franco spielt den Computermillionär Laird mit dem ach so hippen Lebenswandel: Sein Molekularkoch serviert bedrucktes Papier als Vorspeise, und auf seiner digital gesteuerten Toilette gibt es eine Dampfdusche statt Papier. Dass Yoga zu seinen regelmäßigen Leibesübungen gehört, versteht sich von selbst.

Nun hat die Freundin dieses zivilisationskritischen Überzivilisierten ihre Eltern zu einem Kennenlernwochenende nach Stanford (nahe dem vergötterten Silicon Valley) eingeladen. Und wie zu befürchten gewesen, holt Bryan Cranston als Vater Ned all seine misstrauische Gutbürgerlichkeit gegen den Technologie-Schwachsinn seines möglichen künftigen Schwiegersohns hervor. Der hin- und hergerissenen Tochter (Zoey Deutch) wird allmählich klar, dass hier zwei Sturköpfe aufeinanderprallen und um ihre Zuneigung kämpfen.

Dass sich die hitzigen Auseinandersetzungen wieder abkühlen werden, kann man sich schon bald denken, und der Rest der Handlung fügt sich auch so zusammen, dass sie alsbald dem glücklichen Ende entgegenstreben kann. Annehmbar

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos (D+E), Metropolis. Sulzbach: Kinopolis.
Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

Ned (Bryan Cranston, links) misst sich mit Laird (James Franco).
Film-Kritik zu "Why him?" Dickköpfiger Vater lernt sturen Schwiegersohn kennen

Bryan Cranston spielt in John Hamburgs Komödie „Why him?“ einen Vater, der sich fragt, warum er seine Tochter an James Franco als merkwürdigem Typen abgeben soll.

clearing
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