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3. Teil der Neuverfilmung von „Planet der Affen“: Die Affen greifen zu den Waffen

Von Andy Serkis spielt wieder den Anführer der Schimpansen, die sich einer Menschenarmee unter einem sadistischen Oberst gegenübersehen.
Unter Führung ihres Oberst (Woody Harrelson, mit Sonnenbrille) rücken die überlebenden Menschen gegen die Armee der Affen vor, die sich die Erde untertan machen wollen. Foto: (Fox Deutschland) Unter Führung ihres Oberst (Woody Harrelson, mit Sonnenbrille) rücken die überlebenden Menschen gegen die Armee der Affen vor, die sich die Erde untertan machen wollen.

Im Science-Fiction-Klassiker „Planet der Affen“ musste Charlton Heston feststellen, dass sprechende Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans die Erde regierten, weil sich die Menschheit durch einen Atomkrieg vernichtet hatte. Am Ende kniete er vor den Trümmern der Freiheitsstatue und schrie: „Ihr Wahnsinnigen!“. Genauso entsetzt reagierten Fans des Meisterwerks auf die Nachricht, dass eine modernisierte Fassung in Planung sei. Die Kritik verstummte angesichts von „Planet der Affen: Prevolution“ (2011) und des zweiten Teils „Revolution“ (2014). Kein fader Abklatsch, sondern eine völlig neue Geschichte, zeitgemäß aktualisiert, ohne auf die Gesellschaftskritik des 68er Originals und seiner vier Fortsetzungen aus den 70er Jahren zu verzichten.

Ein Virus, hervorgerufen durch fehlgeleitete Gen-Experimente, tötet einen Großteil der Erdbevölkerung. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass Affen an Intelligenz gewinnen. Der mutige Schimpanse Caesar (Andy Serkis) befreit seine Artgenossen vom Joch der Versuchslabore und errichtet mit ihnen ein Reich in den Wäldern. Die überlebenden Menschen pflegen ihren Hass auf die geistig überlegenen Tiere und machen Jagd auf sie, während Caesar unbeirrt an eine friedliche Koexistenz zwischen den Rassen glaubt. Doch im jetzigen dritten Teil der Serie mit dem Untertitel „Survival“ wird ihm der Krieg aufgezwungen, als ein Colonel der US-Armee zum Angriff bläst. Der sadistische Glatzkopf (Woody Harrelson) versklavt die Affen und lässt sie eine Mauer bauen – zu den Klängen der Nationalhymne. König Caesar trommelt alte Gefährten wie den weisen Orang-Utan Maurice (Karin Konoval) zusammen, für eine letzte Schlacht, die über die Zukunft seines Volkes entscheiden soll. Dabei muss er sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen.

Regisseur Matt Reeves ließ sich von Kriegsdramen wie „Apocalypse Now“, Bibelfilmen im Stil von „Ben Hur“ und zahlreichen Western inspirieren. Das Ergebnis ist ein Abenteuer epischen Ausmaßes, spannend, clever und berührend. Mit bissigen Seitenhieben auf aktuelle politische Auswüchse wird nicht gegeizt, ebenso lassen sich viele liebevolle Anspielungen auf die alte Affen-Saga finden. So trägt ein stummes Menschenkind (Amiah Miller), dessen sich Maurice annimmt, den Namen „Nova“ – wie Charlton Hestons Gefährtin vor 50 Jahren. Damals waren die Tiermasken überragend. Die heutige Tricktechnik ist atemberaubend. Die haarigen Helden sind ihren Vorbildern aus dem Dschungel bis auf die letzten Hautschuppen täuschend echt nachempfunden.

Aber es ist nicht der Computer, der ihnen Leben einhaucht, sondern die pantomimische Qualität von Darstellern in Ganzkörper-Anzügen, bestückt mit Sensoren. Durch das „Motion-Capture“-Verfahren werden ihre Bewegungen und Gesichtsausdrücke auf die animierten Figuren übertragen. Der Brite Andy Serkis ist ein Meister dieser Schauspielkunst und hätte längst einen Oscar verdient. In der Rolle des Gollum in „Herr der Ringe“ lehrte Serkis das Fürchten. Als Freiheitskämpfer Caesar bewegt er die Herzen. Herausragend

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos, Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis (D+E). Limburg: Cineplex. Offenbach:
Cinemaxx. Hanau: Kinopolis.
Mainz: Cinestar

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