Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Neue CD: Die Blockflöte kann nichts dafür

Von Die Band "Syrinx Call" hat dem berüchtigten Holzblasinstrument das Album "Wind In The Woods" gewidmet und musiziert damit zwischen Mozart und "Pink Floyd".
Die Flöten, die Herr Kuinke neu arrangierte. Die Flöten, die Herr Kuinke neu arrangierte.

Blockflöte – da fällt uns die Weihnachtszeit ein, das Krippenspiel, Konzerte in der Christmette. Auch Volker Kuinke hat so einmal angefangen, aber der Mann aus Moers hat das Flötenspiel verfeinert, wenn nicht gar perfektioniert. Denn derart leicht, sphärisch, klar, virtuos und in so unterschiedliche Stile eingebettet wie auf „Wind In The Woods“ ist die Blockflöte sonst nirgendwo zu hören. Das gilt auch für das Arrangement, das Produzent Jens Lueck sehr gelungen ist – es ist ein weites Spektrum zwischen Klassik, Weltmusik, Rock und mittelalterlicher Folklore, zwischen Mike Oldfield, Mozart und „Pink Floyd“.

„,Wind In The Woods‘ sollte ein Album sein, „das die Blockflöte von einer ganz neuen Seite zeigt – entstaubt und klanglich aufpoliert“, sagt Volker Kuinke über das Debutalbum seines Projekts „Syrinx Call“. Die Bezeichnung erinnert an die gleichnamige Nymphe in der griechischen Mythologie.

Kuinke setzt auf seinem Album Sopranino-, Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöten ein, nahezu allesamt von Flötenbauern handgefertigte Instrumente. „Die Sopranino ist noch von meinem ersten Flötenlehrer aus Moers, dem ich sie damals für einen 100-DM-Schein abgeschwatzt habe, weil mir der Klang so gut gefiel“, sagt Kuinke. Die extrem dynamisch klingenden Sopranflöten sind aus europäischem Buchsbaumholz gefertigt, die Tenorflöte und die Elody Flute stammen von der Firma Mollenhauer im hessischen Fulda, die das Album mit unterstützt.

Mal getragen, mal fröhlich und immer sehr dynamisch – so ließe sich das Melodiespektrum des Albums beschreiben. Hier und da unterlegt von Backgroundchören, Geräuschen oder Stimmen, zieht die Blockflöte einen roten Faden durch das gesamte Projekt, um sich ganz am Ende der „Pink-Floyd“-Hommage „The Place Where We Will Meet“ zu einem Quartett zu treffen, dessen Komposition an Johann Sebastian Bach erinnern mag; sie stammt indes von Jens Lueck, der auch die Sängerin Isgaard produziert. Sie gibt dem Album mit ihrer Stimme eine zusätzliche feine Note.

„Wind In The Woods“ erscheint zwar einen Monat vor Weihnachten, hat aber trotz Blockflöte klanglich gar nichts mit dem Fest zu tun.

Zur Startseite Mehr aus Kultur

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse