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Comic-Verfilmung "Black Panther": Die Raubkatze faucht zurück

Von Chadwick Boseman spielt unter der Regie von Ryan Coogler den Mann mit der Raubkatzen-Maske, der gegen Rassenhass und Unterdrückung kämpft.
Chadwick Boseman als Prinz und Panther. Foto: Matt Kennedy (Marvel Studios) Chadwick Boseman als Prinz und Panther.

Die Marvel-Comics setzten sich für Gleichberechtigung ein, lange bevor das Wort in Mode kam. In den Abenteuergeschichten wimmelt es von starken Frauen („Black Widow“), Menschen mit körperlichen Behinderungen („Daredevil“) und ethnischen Minderheiten. Im Jahr 1966, als Martin Luther King für Bürgerrechte stritt, debütierte der erste schwarze Superheld. „Black Panther“ kämpfte gegen Unterdrückung, nahm es mit dem Ku-Klux-Klan auf und wurde zu einem Vorbild der Jugend. Auch Ryan Coogler zählte als Kind zu den Fans des Rächers, ohne zu ahnen, dass er eines Tages der erste afroamerikanische Regisseur einer Marvel-Verfilmung werden würde.

Wie schon mit „Creed – Rocky Legacy“ ist es Coogler gelungen, „Black Panther“ in ein etabliertes Serienformat einzufügen und ihm einen eigenen Charakter zu geben. Deutlicher als in den vorigen Ablegern des Marvel Cinematic Universe spielen Politik und Gesellschaftskritik tragende Rollen. Ob Migration, Armut, Polizeibrutalität oder Amtsmissbrauch: Wenn der Mann mit der Raubkatzen-Maske zuschlägt, fehlt es nicht an Anspielungen auf aktuelle Ereignisse. US-Schauspieler Chadwick Boseman verleiht dem Verbrechensbekämpfer die stille Würde eines Friedensfürsten. Sein wahres Ich, König T’Challa, herrscht über das fiktive afrikanische Reich Wakanda.

Getarnt als Drittewelt-Land, versteckt Wakanda seinen immensen Reichtum und technologischen Fortschritt vor der Welt. Doch der Schurke Ulysses Klaue (herrlich fies: Andy Serkis) will die Schätze der Enklave ausbeuten, um daraus eine Superwaffe zu bauen. In bester James-Bond-Manier tritt T’Challa gegen den Finsterling an, unterstützt durch ein Heer tapferer Amazonen wie Nakia (Lupita Nyong’o) und Okoye (Danai Gurira). Obendrein muss er sich mit seinem Landsmann Erik Killmonger (Michael B . Jordan) herumschlagen, der glaubt, man könne das schwarze Volk nur durch bewaffneten Kampf in die Freiheit führen. Nicht von ungefähr ist der Revoluzzer in Oakland geboren, jenem Ort, in dem 1966 die militante „Black-Panther“-Bewegung gegründet wurde, wenige Monate, nachdem die Comic-Pioniere Stan Lee und Jack Kirby ihren gleichnamigen Heroen erfanden.

Der Konflikt zwischen dem friedensbewegten T’Challa und dem kriegerischen Killmonger spiegelt die anhaltende Diskussion der Bürgerrechtsbewegung, inwieweit Gewalt ein probates Mittel ist, um sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen. Trotz der ernsten Thematik bleibt der Film ein höchst unterhaltsames Comic-Spektakel. Spannende Wendungen, rasante 3D-Action und ein treibender Trommel-Soundtrack sorgen für eine rundum gelungene Helden-Premiere. Fortsetzung folgt. Schon im April kehrt die Katze zurück, als Mitglied der Rächer in „Avengers: Infinity War.“ Herausragend

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos (D+E), Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis (D+E). Limburg: Cineplex.
Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis (D+E). Mainz: Cinestar (D+E)

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