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Vor 125 Jahren wurde Stan Laurel geboren: Doof allein ist nicht genug

Der Kintopp-Darsteller wurde zusammen mit Oliver Hardy zum bedeutendsten Komik-Duo aller Zeiten. Ohne sie wäre der Stummfilm trostloser gewesen.
Stan Laurel (links) und Oliver Hardy in einer Szene ihrer filmischen Gefängnis-Episode »Hinter Schloss und Riegel«. Den Tod seines Duo-Partners nahm sich Laurel so zu Herzen, dass sein Arzt ihm die Teilnahme an der Beerdigung untersagte. Foto: (arte / KirchMedia/ZDF) Stan Laurel (links) und Oliver Hardy in einer Szene ihrer filmischen Gefängnis-Episode »Hinter Schloss und Riegel«. Den Tod seines Duo-Partners nahm sich Laurel so zu Herzen, dass sein Arzt ihm die Teilnahme an der Beerdigung untersagte.

Wer Laurel sagt, muss auch Hardy sagen: Den großen Stan Laurel anlässlich seines 125. Geburtstages am heutigen Dienstag zu ehren, ohne seines Partners, des großen Oliver Hardy, zu gedenken, ist schlechterdings unmöglich. Zusammen sind der schmale Engländer und der korpulente Amerikaner das berühmteste Komödianten-Duo aller Zeiten: „Laurel and Hardy“ – zu Deutsch „Dick und Doof“.

 

Pantomime und Varieté

 

Stan Laurel hieß eigentlich Arthur Stanley Jefferson und erblickte am 16. Juni 1890 in Ulverston, England, das Licht der Welt. Das Künstlerische wurde ihm von den Eltern vererbt; sowohl Vater Arthur als auch Mutter Madge arbeiteten am Theater. Voller Stolz präsentieren sie ihren talentierten Zweitältesten mit neun Jahren auf der Bühne. Stan will nun unbedingt Schauspieler werden. Weil er sein Ziel beharrlich verfolgt, kann der 16-Jährige schon sein Geld als Pantomine und Solodarsteller in britischen Variété-Theatern verdienen. 1910 wird er von dem Londoner Impresario Fred Karno engagiert, bei dem auch Charlie Chaplin unter Vertrag steht. In der „Fred Karno’s Army“ springt der quirlige Laurel, der sich damals noch „Jefferson“ nennt, öfter als Ersatzmann für seinen später ebenfalls weltberühmten Landsmann ein.

Bilderstrecke Dick & Doof: Das bedeutendste Komiker-Duo aller Zeiten
Laurel und Hardy waren ein US-amerikanisches Komiker-Duo, das aus Stan Laurel und Oliver Hardy bestand. 1921 sowie zwischen 1926 und 1951 drehten sie zusammen 106 Filme. In unserer Bilderstrecke erinnern wir, anlässlich des 125. Geburtstages von Stan Laurel, an das ungleiche und irrwitzige Duo.

Naivling und Blasierter

 

Im Jahr 1914 bleibt Laurel nach einem gescheiterten Gastspiel der Truppe in den USA, gründet ein Komiker-Trio und lernt die australische Tänzerin Mae Dahlberg kennen. Mae rät ihrem Geliebten zu dem Künstlernamen „Laurel“ (Lorbeer) – sie findet, er mache sich besser im Filmgeschäft, mit dem Stan inzwischen Kontakt aufgenommen hat. Seine frühen Kintopp-Werke sind heute eher vergessene, darunter „Mud and Sand“, in dem Laurel den Filmstar Rudolph Valentino und dessen Pathos aufs Korn nimmt. Mit diesem Film begründet Stan seinen Ruf als exzellenter Parodist. Bei den Dreharbeiten zu „The Lucky Dog“ 1921 begegnet Laurel seinem späteren Partner Oliver Hardy, aber es sollen noch sechs Jahre vergehen, bis die beiden ein Duo werden. Wieder ist es ein Film des Regisseurs und Produzenten Hal Roach, der Laurel und Hardy erstmals gemeinsam ankündigt: „The Second Hundred Years“. Fortan sind die Rollen auf Leinwand und Bühne klar verteilt: Laurel übernimmt den einfältigen und kindlichen Part, während Hardy als väterlicher, leicht blasierter Partner unter dieser Naivität zu leiden hat.

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