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"Tonya": Ehrgeiz tötet Moral

Von Regisseur Craig Gillespie erzählt, wie die amerikanische Sportlerin durch charakterliche Unzulänglichkeit selbst ihre Weltkarriere verhinderte. Mit Margot Robbie.
Tonya Harding (Margot Robbie) bei der Siegerehrung. Tonya Harding (Margot Robbie) bei der Siegerehrung.

Ein Mensch, der es im Eiskunstlauf bis an die Spitze schaffen will, muss früh mit diesem Leistungssport beginnen. Deshalb wurde Tonya Harding bereits als 3-Jährige (Maizie Smith) von ihrer krankhaft strengen Mutter LaVona Golden (Allison Janney) auf das Eis geschickt. Somit konnte sie als junges Mädchen (McKenna Grace) einige Erfolge vorweisen. Bloß der Weg nach ganz oben scheint für sie als Erwachsene (Margot Robbie) versperrt. Zu eigensinnig und vulgär wirkt die aus einfachen Verhältnissen Stammende. Bevor Tonya bei den olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer antritt, beschließen ihr Ex-Mann (Sebastian Stan) und ihr Leibwächter (Paul Walter Hauser), ihre gefährlichste Konkurrentin Nancy Kerrigan (Caitlin Carver) mit einer brutalen Attacke auszuschalten. Ein Fehler…

Vielleicht hätte Tonya Harding doch eine große Karriere erleben können, wenn sie nicht tief in einen der größten Skandale des Sports verwickelt gewesen wäre. Wie tief genau? Das lässt der Regisseur Craig Gillespie in „I, Tonya“ offen. Schließlich sammelte sein Drehbuchautor Steven Rogers zu viele widersprüchliche Aussagen über die Hintergründe des Angriffs auf Nancy Kerrigan, als dass ein eindeutiges Bild hätte entstehen können. Äußerst geschickt spielen Regisseur und Autor in ihrer bitterbösen, pechschwarzen Satire mit dokumentarisch anmutenden Interviewszenen, in denen auch Margot Robbie direkt in die Kamera blickt und Erklärungen abgibt. In der Rolle der „Eishexe“ ist sie brillant und lässt ihre tragische Figur in diesem großartig bebilderten Film erstaunlich vielschichtig erscheinen. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Berger (D+OmU), Harmonie (OmU), Metropolis (E)

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