Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige LS Lederservice Sie suchen einen Spezialisten aus Rhein-Main? Frankfurt am Main 29°C

Seniorenkomödie „Abgang mit Stil“: Ein Bankraub muss die Rente ersetzen

Von Michael Caine, Morgan Freeman und Alan Arkin spielen in der Seniorenkomödie „Abgang mit Stil“ drei wackere Herren, die sich ihr Geld zurückholen wollen.
Joe (Michael Caine, links) und Albert (Alan Arkin). Foto: Atsushi Nishijima (Warner Bros. Entertainment) Joe (Michael Caine, links) und Albert (Alan Arkin).

Im Zuge der Bankenkrise haben Millionen Amerikaner ihre Häuser und Pensionsfonds verloren, während es sich die Geldinstitute unter staatlichen Rettungsschirmen bequem machten. Das hat auch den Blick auf das Berufsbild der Bankräuber im Kino verändert. Sie treten nicht mehr nur als Glücksritter, sondern auch als Gerechtigkeitskämpfer auf. Gerade erst haben in David Mackenzies „Hell or High Water“ zwei Brüder ihre Familienfarm dem Zugriff gieriger Banken entzogen, indem sie deren Filialen anderen ausraubten. Selbst das deutsche Kino hat das Thema mit Wolfgang Petersens „Vier gegen die Bank“ entdeckt.

Nun folgt in Zach Braffs „Abgang mit Stil“ ein Rentner-Trio, das in die Kriminalität abrutscht, nachdem seine betriebliche Altersvorsorge vom früheren Arbeitgeber abkassiert wurde. Ein halbes Leben lang haben Willie (Morgan Freeman), Albert (Alan Arkin) und Joe (Michael Caine) in dem Stahlwerk geschuftet. Nun sollen sie leer ausgehen und die Produktion nach Vietnam verlegt werden. Als Joe Zeuge eines perfekten Banküberfalls wird, versucht er seine Kumpels für diese alternative Form der Rentenbeschaffung zu gewinnen. Der erste Ausflug in die Illegalität endet nach einem Ladendiebstahl und einer Verfolgungsjagd mit einem elektrischen Rollstuhl im Desaster. Aber die Alten nehmen sich professionelle Hilfe und planen einen wasserdichten Coup.

Als Seniorenfassung von „Oceans Eleven“ hat „Abgang mit Stil“ einen gewissen Unterhaltungswert, der allein den drei Hauptdarstellern zu danken ist. Diesem Veteranen-Trio schaut man gerne bei der Arbeit zu, auch wenn man keinem von ihnen eine Stahlarbeiter-Vergangeheit abnimmt. Vor allem Alan Arkin beweist sich erneut als coolster Hund in Hollywood, der sich auf die Kunst des Understatements versteht. Die Inszenierung von Zach Braff („Garden State“) und das Drehbuch von Theodore Melfi („Hidden Figures“), die hier einen Film aus den späten 70ern wiederbeleben, verhandeln das gesellschaftskritische Thema im Wohlfühl-Stil. Dabei spricht der Film so laut und deutlich zu seinem Publikum wie eine Pflegekraft zu einem schwerhörigen Patienten. Jegliche Subtilität wird konsequent vermieden und die Botschaft („Wir verdienen unser Stück vom Kuchen“) bis in die letzte Reihe durchtelefoniert. Annehmbar

 

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos D+OF, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis (D+OF). Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

 

Zur Startseite Mehr aus Kultur

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse