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Mediensatire "Lux - Krieger des Lichts": Ein Normalo will die Welt retten

Der erste Film von Daniel Wild ist ein Plädoyer für die kleinen, guten Taten des Alltags und gegen die gewissenlose Macht reißerischer Medien.
Torsten (Franz Rogowski) ist als Batman unterwegs. Foto: - (Zorrofilm) Torsten (Franz Rogowski) ist als Batman unterwegs.

Mehr Sex, mehr Spannung, mehr Drama: Das ist oft das Programm gewissenloser Medienmacher, die für hohe Einschaltquoten alle Ideale verwerfen. Da sie sich keinen Deut um das Wohlergehen der von ihnen dargestellten Menschen scheren, kann ihr Treiben schlimme Auswirkungen haben. „Lux – Krieger des Lichts“ zeigt, wie ein Alltagsheld dieser Maschinerie verfällt.

Dabei meinen es der Berliner Filmemacher Jan (Tilman Strauß) und seine Tonfrau Lina (Anne Haug) zunächst gut mit ihrem Protagonisten. Sie wollen eine halbfiktive Dokumentation über den bescheidenen Alltagshelden Lux drehen. Der heißt eigentlich Torsten (Franz Rogowski), lebt in einer Plattenbausiedlung und hat ein klares Ziel: In einem selbstgebastelten Heldenkostüm will er die Welt ein wenig besser machen. Der schüchterne junge Mann schwärmt für Batman und glaubt, dass jeder, der ein Held sein will, etwas bewirken kann. So streift sich Lux, der tags sein Geld als Packer auf dem Großmarkt verdient, nachts Maske und Umhang über und hilft Obdachlosen oder anderen Bedürftigen.

Jan und Lina gelingt es, den Medienunternehmer Holger Brandt als Produzenten für ihren Film zu gewinnen. Begeistert machen sie sich an die Arbeit. Doch dann drängt Brandt die beiden dazu, die Geschichte so reißerisch wie möglich zu erzählen und in den sozialen Medien künstlich hochzukochen. Die neuen Zwänge bringen Jan, Lina und ihren Helden schon bald in ungeahnte Schwierigkeiten.

Der Regisseur und Drehbuchautor Daniel Wild hat für sein Erstlingswerk eine rohe Ästhetik gewählt. Die Szenen wirken oft laienhaft zusammengeschnitten. Der spröde Charme dieses Prinzips wird bei 104 Minuten Filmlänge ein wenig überstrapaziert – auch wenn der hilfsbedürftige Antiheld mit seiner anrührenden Normalität natürlich jedes Wohlwollen der Welt verdient.

Die Stärke der Geschichte liegt in ihrer Medienkritik. Als der herrische Unsympath Brandt Jan und Lina dazu zwingt, ihre edelmütige Darstellung des selbstlosen Helfers Lux zu pervertieren, wird der Held selbst zum Opfer. Es gilt, sich der Sogwirkung mächtiger Macher zu widersetzen: sei es auf den künstlich überhöhten Plattformen der Medienwelt, sei es auf den Bühnen des Showgeschäfts. Annehmbar

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