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Michael Fassbender im Actiondrama „Das Gesetz der Familie“: Einbrecher sehnt sich nach einem ehrbaren Leben

Von In seinem ersten Spielfilm erzählt der englische Regisseur Adam Smith von einem Dasein am Rande der Gesellschaft, das nicht frei macht.
Eigentlich wollte Chad (Michael Fassbender) das Einbrechen in die Häuser reicher Leute schon längst seinlassen. Doch jetzt wird er wieder von der Polizei abgeführt. Eigentlich wollte Chad (Michael Fassbender) das Einbrechen in die Häuser reicher Leute schon längst seinlassen. Doch jetzt wird er wieder von der Polizei abgeführt.

Frei zu leben – davon träumen viele Menschen. Aber für Freiheit zahlt man einen hohen Preis. Der geringste ist der Neid derjenigen, die innerhalb vorgezeichneter Strukturen zurechtkommen müssen, gegenüber denen, für die Freiheit kein Traum, sondern Wirklichkeit zu sein scheint. Die Familienmitglieder des Cutler-Clans werden jedoch nicht neidisch beäugt, sondern mit Misstrauen und Argwohn. Schon seit längerem leben die Cutlers in ihrer Wohnwagensiedlung in der Landschaft um Gloucestershire, England. Einer geregelten Arbeit geht keiner von ihnen nach. Auch Chad (Michael Fassbender) nicht. Aber der Mann, der nie eine Schule besucht hat, plant, sesshaft zu werden, um seiner Frau Kelly (Lyndsay Marshal) und den gemeinsamen Kindern Tyson (Georgie Smith) und Mini (Kacie Anderson) eine sichere Zukunft bieten zu können. Denn womit Chad das Geld besorgt, um seine Familie durchzubringen, ist alles andere als legal. Fährt er doch den Fluchtwagen, wenn er mit anderen Männern des Clans nachts bei wohlhabenden Leuten einbricht.

Vater und Sohn

Nachweisen konnte die Polizei den Cutlers noch nichts. So zettelt Colby (Brendan Gleeson), der Vater von Chad und Führer des Clans, auch schon den nächsten lohnenden Einbruch an. Zunächst weigert sich Chad, mitzumachen. Bloß letztlich wird er den Fluchtwagen fahren. Ein Fehler, wie sich mit der Zeit herausstellt. In der Tat sind die Verfolgungsjagden, die Adam Smith in seinem Spielfilmdebüt inszeniert, ausgesprochen originell. Geht es dabei nicht, wie in amerikanischen Action-Filmen oft üblich, durch Millionenmetropolen, sondern durch Kleinstädte, Felder, Wälder und Wiesen. Überhaupt kann man in den Bildern des Kameramanns Eduard Grau unbekannte Landschaften von England entdecken. Zu idyllisch wird es in „Das Gesetz der Familie“ allerdings nicht. Dafür ist die Geschichte des Drehbuchautors Alistor Siddons zu problembehaftet. Vollends glücklich scheint keiner der Außenseiter mit dem „freien Leben“ zu sein, das sie führen. Wobei Siddons’ Hauptaugenmerk auf der Vater-Sohn-Beziehung von Chad und Colby liegt.

Mühsames Interesse

Allerdings ist diese in ihrer Kompliziertheit nicht allzu präzise gezeichnet. Freilich glänzen die beiden Schauspieler Michael Fassbender als Chad und Brendan Gleeson als Colby. Aber wirklich tiefes Interesse an der Entwicklung ihrer Figuren können sie nur mühsam entfachen. Letzten Endes erscheint die Geschichte, in der Frauen verstörend kleine Rollen spielen, nicht ganz ausgereift. Und so können die beiden Genres Action und Drama nur bedingt gegenseitig ihre Wirkung steigern. Annehmbar

 

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