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Aufwendige Produktion in der Festhalle: "Elvis in Concert": Rock-Legende wird in Frankfurt wieder lebendig

Von Die Show "Elvis in Concert" bringt den 1977 verstorbenen King of Rock'n'Roll für einen Abend auf die Bühne zurück. Am Samstag gastiert sie in der Frankfurter Festhalle.
Die „Elvis-in-Concert“-Show zeigt auch seltene Originalaufnahmen des „King“ aus den Graceland-Archiven. Die „Elvis-in-Concert“-Show zeigt auch seltene Originalaufnahmen des „King“ aus den Graceland-Archiven.

„Elvis lebt“, so heißt es gerne. Und an diesem Abend klingt es sogar ein bisschen wahr. Denn wie der „King of Rock ’n’ Roll“ von einer riesigen Leinwand herab in Originalaufnahmen seine Lieder interpretiert und wie er ganz privat und ungezwungen in Graceland, seinem berühmten Anwesen in Memphis/Tennessee, agiert, das lässt einen schnell vergessen, dass Presley schon vor fast 40 Jahren, am 16. August 1977, gestorben ist.

In „Elvis in Concert“, der Show, die an diesem Samstag in der Frankfurter Festhalle gastiert, erfüllt Priscilla Presley aber nicht nur den Fans einen Wunsch, die keine Gelegenheit hatten, ihr nie in Europa aufgetretenes Idol mal live zu sehen. Die heute 71-Jährige, mit der der legendäre Sänger und Musiker von 1967 bis 1973 verheiratet war, setzt auch etwas in die Tat um, das Elvis selbst sich gewünscht haben soll, aber von seiner Plattenfirma abgelehnt wurde: das Zusammenspiel mit einem Symphonieorchester.

Es ist nicht das erste Mal, dass es zu so einem Arrangement kommt. Bereits vor zwei Jahren wurden für das Album „If I Can Dream“ die einprägsame Stimme des Künstlers mit dem Royal Philharmonic Orchestra aus London kombiniert und so ein neuer Sound für Altbekanntes entwickelt. Der englische Produzent Don Reedman hatte den Vorschlag gemacht, und er sollte sich auszahlen. Weltweit war die CD mit Hits wie „Love Me Tender“ und „It’s Now Or Never“ gefragt.

Aus dem Nähkästchen

Das machte Geschmack auf mehr, und so erschien im vergangenen Oktober ein zweites Album nach diesem Konzept, „The Wonder Of You“. Mit diesem ging man im November auf Tour. Nicht zu hören ist dabei ein Duett, das bei den Elvis-Anhängern keineswegs gut ankam: eine Version von „Just Pretend“, in der die Schlagersängerin Helene Fischer mit einstimmt. Die Deutsche habe eine schöne Stimme, entgegnet Priscilla Presley darauf angesprochen nur. Sie selbst habe aber mit dieser Entscheidung nichts zu tun. Bei den Europa-Konzerten selbst ist die Schauspielerin, die sich als „überhaupt nicht musikalisch“ bezeichnet, präsent. Anfangs, wie sie gesteht, mit Lampenfieber und „zitternden Knien“ begrüßt sie das Publikum, plaudert leider nur ein bisschen aus dem Nähkästchen, aber auch auf sehr charmante und wohltuend zurückhaltende Art und Weise mit einzelnen Zuschauern. Für den Abend hat Priscilla Presley aber nicht nur die eigenen Erinnerungen hervorgekramt. Die Stieftochter eines in Wiesbaden stationierten kanadischen Offiziers, die den Soldaten Elvis als 14-Jährige auf einer seiner Partys in Bad Nauheim kennen lernte, lässt auch Filmaufnahmen aus der gemeinsamen Zeit zeigen. Es sei Elvis eigentlich nicht recht gewesen, in seiner Freizeit von Objektiven verfolgt zu werden. Doch eine Zeitlang ließ er das zu, schenkte seiner Frau sogar eine Videokamera. Das Zugeständnis habe er jedoch bald wieder zurückgezogen. Geblieben sind Bilder, die einen etwas anderen King zeigen, einen verspielten Ehemann, der seine Familie sehr liebte und überaus stolz war auf seine kleine, 1968 geborene Tochter Lisa Marie.

 

Festhalle Frankfurt, 20. Mai, 20 Uhr.
Karten ab 48,50 Euro unter Telefon
(069) 2 40 03 20. Internet www.semmel.de

 

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