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Komödie „Mädelstrip“: Entführung am Amazonas

Von In Jonathan Levines „Mädelstrip“ gehen Mutter und Tochter auf eine Reise in den Urwald Südamerikas und geraten dabei in die Hände wilder Männer.
Hier ist was im Busch: Emily (Amy Schumer, links) und ihre Mutter (Goldie Hawn) wurden im Dschungel entführt. Hier ist was im Busch: Emily (Amy Schumer, links) und ihre Mutter (Goldie Hawn) wurden im Dschungel entführt.

Jeder weiß, was eine Kumpelkomödie ist: Zwei Männer gehen ein Bier trinken, und wenn sie dabei Unsinn anstellen, kommt eben eine Komödie heraus, geraten sie aber in eine Schlägerei, wird es eine Tragödie. Niemand hingegen weiß, was eine Kumpelinnenkomödie ist: Es gibt sie nicht. Zwei Frauen würden nie ein Bier stemmen gehen, sie treffen sich auf einen Wein. Stellen sie dabei Gemeinsamkeiten fest, entsteht eine Freundinnenkomödie. Geraten sie sich in die frisch frisierten Haare, kommt es zum Zickendrama. Alles andere liegt dazwischen. So gibt es die Mutter-Tochter-Komödie, die nun durch „Mädelstrip“ eine Erneuerung erfährt.

Gedreht hat den Film allerdings ein Mann, Jonathan Levine („Verrückt sein ist relativ“). Er hätte den nötigen Abstand zur Weiblichkeit haben können, doch Levine kann seine beiden Hauptdarstellerinnen als Regisseur so gut leiden, dass er sie rundum schont und sie ihrem Ruf als namhafte Komödiantinnen gar nicht gerecht werden können. Goldie Hawn („Der Club der Teufelinnen“) spielt 14 Jahre nach ihrem bislang letzten Film ohne Comeback-Überraschungen die übervorsichtige Mutter Linda, die ebenso viel Pech mit den Männern hat wie ihre forschere Tochter Emily. Letztere wird von Amy Schumer („Dating Queen“) so kulleräugig gespielt, wie es nötig wird, wenn der Wortwitz so bescheiden bleibt wie der filmische Inhalt.

Um mal was anderes zu sehen, reisen die beiden Frauen an den Amazonas. Dort, an den Bars der Hotels, sind die Männer ebenso schwierig wie zu Hause in den USA, aber obendrein Gangster. Dass Mutter und Tochter entführt werden, gehört fast zu den südamerikanischen Sitten und sorgt immerhin dafür, dass die beiden sich hinterher besser verstehen als je zuvor. Die unterhaltsamste Erscheinung von allen ist freilich Joan Cusack als Touristin, die immer so absonderlich neugierig nach dem Rechten schaut. Kameramann beim „Mädelstrip“ war übrigens Florian Ballhaus, Sohn des höchst angesehenen Kameramanns Michael Ballhaus, was aber bildlich nicht weiter auffällt.

 

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