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Jugendfilm "Rock My Heart": Es geht darum, fest im Sattel zu sitzen

Von Lena Klenke spielt das Mädchen, das bei einem wichtigen Galopprennen starten möchte. Und Dieter Hallervorden ist als Reitlehrer dabei.
Jana (Lena Klenke) lernt von Paul Brenner (Dieter Hallervorden) das Reiten und ein paar Grundsätze fürs Leben. Foto: Bernd Spauke (Neue Schönhauser Filmproduktion/) Jana (Lena Klenke) lernt von Paul Brenner (Dieter Hallervorden) das Reiten und ein paar Grundsätze fürs Leben.

Mit 17 hat man sein Leben noch vor sich. Das heißt – nicht unbedingt. Schließlich hat Jana (Lena Klenke) seit ihrer Geburt einen Herzfehler. Nur scheint die eigensinnige junge Frau keinen Respekt vor ihrem schwachen Herzen zu haben, für das größere Aufregung oder körperliche Anstrengung den Stillstand bedeuten könnten. Liebe Ratschläge von ihrer Mutter Beate (Annette Frier) und ihrem Vater Joachim (Michael Lott), sich von dem Arzt Dr. Korten (Johann von Bülow) operieren zu lassen, mag Jana nicht hören. Sie will ihr jetziges Leben genießen.

Als sie auf dem Pferdehof von Paul Brenner (Dieter Hallervorden) auf den scheuen Hengst Rock My Heart trifft, findet dieser schnell Zutrauen zu ihr. Obwohl Jana nicht reiten kann, nimmt sie den Vorschlag des erfahrenen Pferdetrainers an, mit dem edlen, schnellen, aber störrischen Tier bei einem hochdotierten Galopprennen anzutreten. Ein Sieg könnte den verschuldeten Rennstallbesitzer vor dem Ruin bewahren. Viel Zeit bleibt nicht. Schon in zwei Monaten soll das Derby stattfinden. Dabei ahnt Paul nichts von Janas lebensbedrohlicher Krankheit . . .

Neu erscheinen die Zutaten von „Rock My Heart“ nicht. Letztmals wurden sie bei „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ verwendet. Auch dort gab es den verschuldeten Besitzer eines Reiterhofs, eine junge Frau, die gerne reitet, sowie das alles entscheidende Pferderennen. Bloß erweist sich die jetzige Story der Drehbuchautoren Clemente Fernandez-Gil und Hanno Olderdissen (auch Regie) als wesentlich durchdachter. „Rock My Heart“ verzichtet weitgehend auf Kitsch. Einerseits entwickelt sich der atmosphärisch stimmig bebilderte Jugendfilm zu einem Drama, in dem auf kluge und bewegende Weise der Verlauf einer Krankheit geschildert wird. Andererseits gibt er wirklichkeitsnahe Einblicke in das Geschäft mit Rennpferden.

Märchenhaft gerät dies keineswegs. Hier sind mehr die Figuren und ihre spannenden Entwicklungen von Interesse. Vor allem die 1995 geborene Lena Klenke kann ihrem differenziert entworfenen Charakter viele glaubhafte Fassetten verleihen. So wirkt auch ihr Schauspiel innerhalb der Liebesgeschichte, die sie als Jana mit dem ebenfalls herzkranken Samy (Emilio Sakraya) verbindet, durchweg natürlich. Zudem erweist sich das Zusammenwirken des großen Nachwuchstalents mit dem erneut sehenswerten Dieter Hallervorden als reizvoll. Sehenswert

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Frankfurt: Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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