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Europäischer Regie-Nachwuchs in Braunschweig

Welche Themen beschäftigen junge Theatermacher in Europa? Und was machen sie anders als ihre älteren Kollegen? Antworten gibt das „Fast-Forward”-Festival in Braunschweig.
Barbara Engelhardt, Kuratorin des Festivals „Fast Forward”, in Braunschweig vor dem LOT-Theater. Foto: Holger Hollemann Barbara Engelhardt, Kuratorin des Festivals „Fast Forward”, in Braunschweig vor dem LOT-Theater. Foto: Holger Hollemann
Braunschweig. 

Die einen tanzen, klatschen und stampfen sich durch ihre Performance, die anderen ringen auf der Bühne um Glauben, Haltung und ihr Weltbild. Und dann ist da noch das blonde Mädchen, das auf dem Waldweg liegt und vielleicht tot ist - und bei dem unklar bleibt, was ihm passiert ist.

Ganz unterschiedlich sind die Stücke, die beim Regie-Festival „Fast Forward” von Donnerstag bis Sonntag in Braunschweig auf die Bühne gebracht werden. Doch alle haben eines gemeinsam: sie zeigen, was junge, europäische Theatermacher in Europa beschäftigt.

„Es sind die vielen unberechenbaren, oft kontroversen Ansätze, die das europäische Theater so spannend machen”, hatte Festivalkuratorin Barbara Engelhardt erklärt. Regisseure aus sieben verschiedenen Ländern zeigen mit insgesamt acht Stücken nun, wie diese Vielfalt aussieht. Sie stammen unter anderem aus Georgien, der Türkei, Norwegen und der Schweiz.

Die Bösartigkeiten von Hasskommentaren im Internet bringt etwa die Tschechin Nela H. Kornetová in ihrem Stück „Forced Beauty” auf die Bühne und führt sie dort in einem Machtkampf zwischen zwei Frauen zusammen. In „Die Troerinnen” dagegen zeigt Nachwuchsregisseur Data Tavadze, wie fünf Frauen mit den Erfahrungen des Krieges umgehen. Sein Heimatland Georgien ist seit den 1990er-Jahren immer wieder von Bürgerkrieg und militärischen Interventionen geprägt.

Eine international besetzte Jury wird das Festival begleiten und am letzten Abend ein Stück auszeichnen. Der Sieger wird eingeladen, ein Stück für die nächste Spielzeit am Staatstheater Braunschweig zu inszenieren. In diesem Jahr vergibt außerdem erstmals das Publikum einen eigenen Preis an seinen Favoriten.

(dpa)
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