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Frankfurter Oper: Fesche Lola tritt gegen Mozart an

Namhafte Sopranistinnen und Tenöre treten mit Klavierbegleitern für die Liederserie im Opernhaus an. Am Schluss steht ein Termin mit Chansons und Musicalmelodien.
Der polnische Tenor Piotr Beczala ist ein guter Bekannter. Der polnische Tenor Piotr Beczala ist ein guter Bekannter.

Beginnen wird die Reihe der Liederabende am 11. Oktober mit Andreas Schager, begleitet am Klavier von Matthias Fletzberger. Sein Debüt an der Oper Frankfurt hatte der österreichische Tenor als Menelas in Strauss’ „Die ägyptische Helena“. Der mit großen Mozart-, Wagner- und Strauss-Partien an führenden Opernhäusern in Bayreuth, Berlin, Hamburg, Mailand und Madrid gastierende Sänger bringt „Vier Lieder aus den Myrthen“ von Robert Schumann mit, die „Fünf Lieder nach Gedichten von Mathilde Wesendonck“ von Richard Wagner und „Tre Sonetti di Petrarca“ von Franz Liszt auf die Bühne.

Am 13. Dezember darf sich das Publikum auf ein Wiedersehen mit dem Publikumsliebling Johannes Martin Kränzle freuen. Seine Rückkehr nach schwerer Krankheit feierte der Bariton bereits Ende September in einer seiner Paraderollen, dem Don Alfonso, in Mozarts „Così fan tutte“ am Royal Opera House in London. Weltweit wird der vielseitige Sänger vor allem in Wagner-Partien bejubelt, so bei seinem Debüt an der New Yorker MET als Beckmesser („Die Meistersinger“). Neben Gustav Mahlers Liedern aus „Des Knaben Wunderhorn“ und Maurice Ravels „Deux mélodies hébraiques“ präsentiert Kränzle dieses Mal auch Lieder zeitgenössischer Komponisten wie Frank Martin mit „Sechs Monologe aus Jedermann“ (1943) und Richard Rudolf Kleins „Zwölf Songs nach alten jiddischen Weisen“ (1984/85).

Werther und Rigoletto

Das Jahr 2017 beginnt am 17. Januar mit einem Bariton. Begleitet von Matteo Cesari (Flöte), Alexis Descharmes (Violoncello) und Cédric Tiberghien (Klavier) will Stéphane Degout mit seiner elegant geführten Stimme verzaubern. Für Frankfurt hat Degout ein Programm mit Werken von Francis Poulenc, Kaija Saariaho und Maurice Ravel vorgesehen. Am 28. Februar geht’s in countertenorale Höhen mit dem Liederabend-Debüt an der Oper Frankfurt von Lawrence Zarro, begleitet am Klavier von Simon Lepper. Dem Frankfurter Publikum ist der als Experte für Alte und Neue Musik geltende Amerikaner als Ottone („Agrippina“), Ruggiero („Orlando furioso“) und Odysseus (Uraufführung von Rolf Riehms Sirenen) in bester Erinnerung.

Am 14. März steht ein weiteres Wiedersehen auf dem Spielplan. Nachdem der polnische Tenor Piotr Beczala vor einem Jahrzehnt die Frankfurter Opernbesucher in der Titelpartie von Massenets „Werther“ eroberte, genießt er mit dieser wie mit vielen anderen Rollen, so der des Herzogs von Mantua in Verdis „Rigoletto“, heute Weltruhm. Am Klavier begleitet von Helmut Deutsch, kehrt der Sänger nun zurück. Seine Diskografie weist neben den Standards auch Opernraritäten wie Karol Szymanowskis „Król Roger“, Jacques Offenbachs „Die Rheinnixen“ oder Johann Strauß’ Operette „Simplicius“ auf und wurde in jüngerer Zeit mit den Alben „Heart’s Delight –The Songs of Richard Tauber“ und „The French Collection“ erweitert.

Mezzo und Belcanto

Am 9. Mai übernehmen die Damen die Bühne, angeführt von Anna Caterina Antonacci in Begleitung von Donald Sulzen am Klavier. Die italienische Sopranistin beeindruckt durch warme Mezzotiefen und mühelose Sopranhöhen, in den unterschiedlichsten Opern-Genres, von Barock bis Belcanto und Moderne. Zu ihren Glanzpartien zählen die der Armide, Cassandre, Carmen und Penelope. Am 6. Juni folgt Camilla Nylund. Zu den Glanzauftritten der Finnin in Frankfurt zählten bereits die der Primadonna/Ariadne („Ariadne auf Naxos“) sowie der Arabella und Elsa („Lohengrin“). Ihr Liedrepertoire umfasst u.a. Strauss’ „Vier letzte Lieder’“.

Ein etwas anderer Liederabend bildet am 27. Juni den Abschluss mit der Berliner Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin Dagmar Manzel. Sie knüpft in der Begleitung von Ralf Templin (Gitarre), Arnulf Ballhorn (Bass) und Michael Abramovich (Klavier) an berühmte Vorgängerinnen der Revue-Zeit an, mit Jazz- und Kabarettsongs, aus Musicals und Operetten. Ob Komik oder Tragik: Als skurrile Mrs. Lovett in „Sweeney Todd“, als hysterische Lilli Vanessi in „Kiss me, Kate“ oder als elegante Madeleine de Faublas in „Ball im Savoy“ will Dagmar Manzel ihr Publikum packen. Zuletzt begeisterte sie mit dem Album „Menschenskind“, einer Hommage an den Komponisten Friedrich Hollaender, der mit Chansons wie „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ und „Ich bin die fesche Lola“ Weltruhm erlangte. pop

 

Oper, Willy-Brandt-Platz, Frankfurt.
11. Oktober bis 27. Juni 2017, jeweils 20 Uhr. Einzelkarten und Abonnements unter Telefon (069) 212 49 494.
Internet www.oper-frankfurt.de

 

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