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Eröffnung der Elbphilharmonie: Frankfurter Musikkenner sind begeistert

Zur Eröffnung der Elbphilharmonie war auch Rheingau-Festival-Intendant Michael Herrmann angereist. HR-Schlagzeuger Konrad Graf spielte sogar mit.
HR-Schlagwerker Konrad Graf spielte mit. Bilder > HR-Schlagwerker Konrad Graf spielte mit.
Hamburg. 

Unter den vielen Ehrengästen und Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die zum Eröffnungskonzert der Elbphilharmonie nach Hamburg gereist waren, befanden sich auch Musiker und Musikkenner aus Frankfurt und Umgebung. Der langjährige Solo-Schlagzeuger des HR-Sinfonieorchesters, Konrad Graf, wirkte beim Eröffnungskonzert sogar als Musiker auf der Bühne mit und zeigte sich begeistert vom Gebäude und der Akustik des Großen Saals. „Der Raumeindruck an sich ist schon überwältigend, man wird an einen Weinberg erinnert“, sagte er dieser Zeitung.

Auch von der Akustik zeigte sich Graf begeistert: „Durch die eher in die Höhe strebende Form des Raumes und die besondere Gestaltung der Wände entsteht der klangliche Eindruck, in einem Kammermusiksaal zu sitzen“, so Graf. Gleichwohl vertrüge dieser Raum große Lautstärken, bilde aber auch im Pianissimo deutlich jedes Instrument ab. „Besonders beeindruckt hat mich, dass fast an jedem Zuschauerplatz der Höreindruck so ist wie beim Spielen auf der Bühne. Einzigartig!“, resümierte der erfahrene Schlagwerker des HR-Sinfonieorchesters.

Ähnlich euphorisch äußerte sich Michael Herrmann, Intendant des Rheingau-Musik-Festivals und Geschäftsführer der Frankfurter Konzertdirektion „Pro Arte“, über das Eröffnungskonzert: „Die Elbphilharmonie ist einer der beeindruckendsten Konzertsäle der Welt“, sagte er. „Die Akustik ist hervorragend. Auf jedem Platz kann man alles hören“, so Herrmann, der sein Lob zugleich aber auch einschränkte: „Natürlich hört man dann aber auch jeden Huster, das ist der Nachteil.“

Ohne Zwischenapplaus

Positiv äußerste sich der Konzertmanager auch über das Programm des Eröffnungskonzerts, das Chefdirigent Thomas Hengelbrock ausgewählt hatte. „Die Programmzusammenstellung gefiel mir ausnehmend gut, der Wechsel von moderner Musik mit großem Orchester und alter Musik in kleiner Besetzung attacca ohne Zwischenapplaus hat sehr gut funktioniert“, so Herrmann. Lobende Worte fand er zudem für die Logistik: „Alles war perfekt organisiert, man konnte mit dem Taxi vorfahren, die Garderobe abgeben, das Pausencatering lief reibungslos.“

Beeindruckt zeigte sich Michael Herrmann auch von dem Festakt vor dem eigentlichen Eröffnungskonzert. „Bundespräsident Joachim Gauck hat eine sehr gute, inhaltsreiche und humorvolle Rede gehalten“, so der „Pro-Arte“-Chef. „Unter den Gästen war alles, was in der Musikbranche Rang und Namen hat. Die Intendanten der großen europäischen Konzerthäuser und natürlich die Intendanten der ARD-Anstalten wie Tom Buhrow, Lutz Marmor und Manfred Krupp.“

Unter den vielen Ehrengästen des Eröffnungskonzerts war auch Kent Nagano, Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper. Er zeigte sich sehr berührt: „Ich glaube, ich spreche für alle Musiker und das Publikum, wenn ich sage: Wir waren tief beeindruckt von dieser Geburt.“ Am heutigen Freitag hat Nagano seinen ersten Auftritt mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg im neuen Konzertsaal. Er dirigiert unter anderem die Uraufführung von Jörg Widmanns „Arche“, einem Oratorium für Soli, Chor, Orgel und Orchester.

Von einem historischen Moment sprach Peter Ruzicka, Intendant der Salzburger Osterfestspiele: „Hamburg gibt ein Zeichen, dass es eine ganz große, wichtige Weltkulturstadt ist. Ich habe den Eindruck, mit dem Bau dieser Elbphilharmonie ist so eine Zeitenwende angebrochen. Man wird immer diesen Termin des heutigen Tages als eine Art künstlerische Weichenstellung auch sehen.“ md, dpa

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