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Ausstellung: Gerhard Richter stellt eine Schau mit seinen Werken in Potsdam vor

Das Museum Barberini hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Nun kommt einer der Größten der Kunst nach Potsdam – und ist selbst überrascht.
Der Maler Gerhard Richter während der Pressekonferenz im Museum Barberini. Foto: Bernd Settnik (dpa-Zentralbild) Der Maler Gerhard Richter während der Pressekonferenz im Museum Barberini.

Das Potsdamer Museum Barberini zeigt bis Ende Oktober eine Werkschau mit mehr als 90 Arbeiten von Gerhard Richter. „Es sind schöne Überraschungen dabei – da sind Bilder, die ich gar nicht mehr kannte“, sagte Richter, der zu den teuersten lebenden Malern der Welt zählt, gestern bei der Vorstellung der Schau.

Für die Ausstellung mit Werken von den 1960er Jahren bis heute habe man Bilder aus Privatsammlungen bekommen, die bislang noch nie ausgestellt worden seien, erläuterte Kurator Dietmar Elger. Die Ausstellung zeigt die ganze Werkvielfalt des 86-jährigen Künstlers, von der frühen grauen Phase bis hin zu farbintensiven Abstraktionen. Die Schau „Gerhard Richter. Abstraktion“ ist von Samstag an bis zum 21. Oktober zu sehen.

„Abstraktion ist das große Thema von Gerhard Richter, aber es gab noch nie eine Ausstellung, die sich darauf fokussiert“, sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider. Die Schau ist in neun Räume unterteilt und beginnt mit Werken in Grau. „Dieses Thema hat Richter aus der Fotografie entlehnt“, erläuterte Kuratorin Valerie Hortolani. Etwa das Bild „Grauschlieren“ von 1968 aus Privatbesitz.

Mit Farbtafeln gehe es in den 1970er Jahren in Richtung Abstraktion, erläuterte Hortolani. Dazu gibt es etwa das Werk „Rot-Blau-Gelb“ (1972)zu sehen. Aber Abstraktion ist ein Begriff, den Richter auf seine Malerei nur ungern anwendet. Abstraktion beziehe sich eher auf einen gedanklichen Prozess, meinte der 86-Jährige. „Ich bevorzuge den Begriff „nicht-gegenständliche Malerei“, auch wenn der etwas biederer klingt.“

Faszinierendes Material

Beeindruckend ist die große Glas-Skulptur „7 Scheiben (Kartenhaus“) aus dem Jahr 2013, die im großen, lichtdurchfluteten Raum im ersten Obergeschoss aufgebaut ist. „Glas ist ein faszinierendes Material, die Scheibe zeigt mein Spiegelbild“, sagte Richter dazu. Mit diesem Effekt spielte er bereits 1991 bei dem Werk „Spiegel, grau“, das ebenfalls zu sehen ist.

Bereits seit dem 9. Juni sind im Museum Barberini begleitend zur Richter-Schau Werke von Künstlern der Gruppen „Brücke“ und „Der Blaue Reiter“ zu sehen. Gezeigt werden unter anderem Bilder von Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Wassily Kandinsky. Zudem gibt es eine Dokumentation des Projekts „Congo Tales“. Es visualisiert mit Fotografien von Pieter Henket Fabeln und Erzählungen aus der Region Mbomo in der Republik Kongo.

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