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Glossiert: Flugkapitän hat Aua

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Wenn kleine Kinder Besuch von einem Erwachsenen kriegen, dann berichten sie zur stürmischen Begrüßung von ihren jüngsten Erlebnissen und zeigen ebenso stolz wie trostbedürftig die Blessuren ihres Kinderalltags vor. Kaum hat das erste Kind seinen Arm mit dem Insektenstich vorgestreckt („Hab Aua“), zeigt das zweite sein bepflastertes Knie („Hab auch Aua“) und das dritte seine Beule am Kopf („Hab ganz viel Aua“).

Wegen seines großen Erfolgs haben dieses Aua-Modell nun die Lufthansa-Flugkapitäne übernommen. Zwar haben sie ihren Streik beigelegt, doch aus den Cockpits kommt weiterhin die klare Bordansage: „Der Tarifkonflikt ist ungelöst!“. Während der eine Flugkapitän sein Gehalt zu niedrig findet („Hab Aua“), findet der andere Flugkapitän seine Übergangsrente zu klein („Hab auch Aua“). So herrscht am Frankfurter Flughafen ein AuAuAuAuAuAuAuAu-Geheul wie sonst nur in Köln beim Karneval.

Da kann es kein Zufall sein, dass übermorgen „Der Super-Hypochonder“ im Kino startet. Zweifellos ist dieser leidende Franzose ein Nachfahre von Molières „Der eingebildete Kranke“. Die beiden begnadeten Hysteriker haben schrecklich viel gemeinsam: Es tut ihnen alles weh, obwohl sie kerngesund sind.

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