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Grimme-Preis für „Gosling-Gate”

Neue Akteure und alte Bekannte: In diesem Jahr gehören neben den Bezahlsendern die Teams von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf sowie von Jan Böhmermann zu den großen Gewinnern bei den renommierten Grimme-Preisen.
Für ihren Gosling-Doppelgänger erhalten Klaas Heufer-Umlauf (l) und Joko Winterscheidt den Grimme-Preis. Foto: Marius Becker Für ihren Gosling-Doppelgänger erhalten Klaas Heufer-Umlauf (l) und Joko Winterscheidt den Grimme-Preis.

Marl (dpa) - Mit ihrem „Gosling-Gate” haben Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf für Aufsehen gesorgt und werden dafür am Freitagabend im westfälischen Marl mit dem angesehenen Grimme-Preis ausgezeichnet.

Ihnen gelang es, für eine Ausgabe der Sendung „Circus HalliGalli” einen Doppelgänger von US-Schauspieler Ryan Gosling in die Verleihung der Goldenen Kamera zu schleusen. Die Jury attestierte eine „denkwürdige” Ausgabe, die „gleichermaßen packendes Unterhaltungsfernsehen im gewohnten Stil der Sendung wie auch bitterböse Medienkritik” liefert. 

Zu den dritten Grimme-Ehren kommt das „Neo Magazin Royale” (ZDFneo) für die Folge „Eier aus Stahl - Max Giesinger und die deutsche Industriemusik”. Jan Böhmermann erklärt darin, wie das „durchkalkulierte Industrieprodukt” deutsche Popmusik zustande kommt. Die Folge gehört „zu den raren Unterhaltungshöhepunkten des Jahres 2017”, urteilte die Jury. 

Novum bei der Vergabe der 54. Grimme-Preise ist übrigens nicht nur die Rekordzahl von 68 Einzelpreisträgern, sondern auch dass gleich drei Bezahlsender mit eigenproduzierten Serien geehrt werden. Die Netflix-Serie „Dark” wird ebenso ausgezeichnet wie die TNT-Serie „4Blocks” und die Koproduktion von ARD und Sky „Babylon Berlin”.

Zu den bekanntesten Schauspielern, die in diesem Jahr einen Grimme-Preis bekommen, zählen Johanna Wokalek und Ronald Zehrfeld. Sie spielen in dem Zweiteiler „Landgericht - Geschichte einer Familie” ein jüdisches Ehepaar während der Nazi-Zeit.

Wer in diesem Jahr die „Besondere Ehrung” des Deutschen Volkshochschulverbandes als Stifter der Grimme-Preise erhält, wird erst am Freitag bekanntgegeben. Der Grimme-Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutsche Fernsehsendungen. Der Preis ist nach dem ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, Adolf Grimme, benannt. 

Der Fernsehsender 3sat überträgt die Verleihung aus dem Theater in Marl ab 19.30 Uhr live in der Mediathek und zeigt ab 22.25 Uhr die Highlights in einer Zusammenfassung im Fernsehprogramm.

(dpa)
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