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Herbert Knaup: „Routine langweilt komplett!”

Langeweile kommt bei Herbert Knaup nach eigenen Angaben eigentlich nie auf, nur Routine langweilt den 61-Jährigen. Selbst wenn bei einem ganzen Drehtag nur eine Minute spannender Film entsteht, hat der Schauspieler und Musiker bereits ein gutes Gefühl.
Der Schauspieler Herbert Knaup versucht immer, etwas Besonderes zu liefern, wenn er dreht. Foto: Henning Kaiser Der Schauspieler Herbert Knaup versucht immer, etwas Besonderes zu liefern, wenn er dreht.
Hamburg. 

Am 10. Oktober startet die neue Staffel der ARD-Anwaltsserie „Die Kanzlei” im Fernsehen. Herbert Knaup spielt eine der Hauptrollen und verrät im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur unter anderem, ob er sich nach zahlreichen Filmen am Set langweilt und was bei ihm ansteht.

Frage: Sie haben in mehr als 150 Filmen mitgespielt - jetzt drehen Sie die neue Staffel der „Kanzlei”. Sind Dreharbeiten nur noch Routine?

Antwort: Nein. Sonst würde ich das auch nicht machen. Jeder Drehtag ist ein neues Geschenk. Routine langweilt komplett! Ich bin einfach kein Routinemensch. Das merke ich auch, wenn ich mit jungen Kollegen arbeite. Die sagen dann zu mir: „Mensch, du bist ja genau so nervös wie ich.” Ich möchte mir bewahren neugierig, aufmerksam und im Denken offen zu bleiben. Und nicht nach dem Motto an die Arbeit gehen: „Weißt du nicht, wer ich bin?” Ich versuche immer etwas Besonderes zu liefern. Selbst wenn dir nur eine Minute an Spannung oder für einen intelligenten Satz geschenkt wird, ist das schon ein gutes Gefühl.

Frage: Langweilen Sie sich manchmal?

Antwort: Ich habe mich eigentlich noch nie gelangweilt. Ich kann stundenlang irgendwo sitzen, wo andere sich langweilen würden. Ich finde das spannend. Auch wenn ich an einer Bushaltestelle warte, kann ich mich super beschäftigen. Dort ärgere ich mich zum Beispiel auch nie, wenn ich mal einen Bus verpasst habe - so etwas wäre einfach fatal. Fluchen und sich zu ärgern bringt überhaupt nichts. Ich finde den Gedanken viel schöner, so etwas als Chance zu sehen, um vielleicht etwas Neues und Aufregendes zu erleben.

Frage: Stichwort „aufregend und neu” - Welche Projekte stehen als Schauspieler und als Musiker für Sie als nächstes an?

Antwort: Für das Fernsehen drehe ich gerade die Reihe „Sarah Kohr”. Im November stehe ich im Renaissancetheater in Berlin auf der Bühne . Als Musiker war ich zuletzt in einem Schulmusical meines Sohnes am Bass dabei.

Frage: Sind Sie ein politisch denkender Mensch?

Antwort: Ich denke schon, dass ich ein politischer Mensch bin, aber Schauspiel und Politik - das ist immer ein schwieriges Thema. Ich bin bei Äußerungen zu politischen Themen aber etwas zurückhaltender als zum Beispiel die amerikanischen Kollegen. Aber ich gucke mir natürlich die Lage in Deutschland, Europa und der Welt an. Da kommen wir ja auch nicht drum rum, uns mit Politik zu beschäftigen - wir sind als Weltbürger alle involviert und sollten auch politisch Farbe bekennen.

ZUR PERSON: Herbert Knaup (61) gab Ende der 70er Jahre sein Fernsehdebüt. Der Familienvater wuchs in Bayern auf und war zunächst im Theater zu sehen, später spielte er in mehr als 150 Filmen mit. Unter anderem war er in „Das Leben der Anderen”, im „Tatort” und im Geiseldrama „Mogadischu” zu sehen.

(Interview: Marek Majewsky, dpa)
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