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Heute ist es Franzbranntwein

Altmeister Peter Kraus zeigte in der Frankfurter Jahrhunderthalle, dass auch mit 73 noch lange nicht Schluss ist.
Frisch und munter wie stets: der ewig junge Peter Kraus.	Foto: Sajak Frisch und munter wie stets: der ewig junge Peter Kraus. Foto: Sajak

Nicht mehr lang hin, dann sind die Alten prozentual in der Überzahl. Einen wie Peter Kraus lässt das kalt. Eine wie auch immer geartete Pension kommt für den Sohn des österreichischen Regisseurs, Kabarettisten und Schauspielers Fred Kraus nicht in Frage. Kurz vorm 74. Geburtstag lässt das erste männliche Jugendidol der Adenauer- und Nierentisch-Ära noch immer mühelos die beneidenswert schlanken Hüften kreisen, tanzt wie ein junger Gott und kommt auch beim heftigen Rocken nicht außer Atem.

Preziosen aus der Hochzeit der Halbstarken und Backfische serviert er mit hingebungsvoller Leidenschaft: "Rock Around The Clock", "King Creole", "I’m Walking", "Twist And Shout" und "Roll Over Beethoven" interpretiert der Tausendsassa zum Auftakt in englischer Sprache, als ob die wilden 50er gestern gewesen wären. Für Authentizität sorgt auch das gut geölte Begleitseptett, angeführt vom famos stilsicheren Gitarristen Adriano Batolba, der parallel als musikalischer Direktor von "Dick Brave & The Backbeats" fungiert.

Mit launigen Überleitungen voller Bonmots und Anekdoten verbindet Kraus weitere Klassiker aus der goldenen Zeit des Rock ’n’ Roll, die er auch in eigenen süffisant deutsch getexteten Versionen wohlfeil aufbereitet hat: "Du bist der Wahnsinn" – Eddie Cochrans "C’mon Everybody", "Zieh’ doch endlich mal die Jeans aus" – Bill Haleys "See You Later, Alligator" oder "Der Anmacher" – "Dion & The Belmonts" "The Wanderer". Kraus verkörpert seine auch im Song "Für immer in Jeans" verinnerlichte Attitüde perfekt.

Zeitlos frisch wirken die Gassenhauer des Golfspielers und Sammlers von Oldtimern, die beim restlos begeisterten Publikum Sehnsucht nach der eigenen Jugendzeit entfachen. Geradezu feierlich wird’s, als Kraus im zweiten Teil seine Hits "Tutti Frutti", "Va Bene", "Sweety", "Mit 17" ansetzt, schmissig "Wie ein Tiger" folgen lässt und selbstironisch bekennt: "Früher Bier, heute Branntwein. Genauer gesagt Franzbranntwein zum Einreiben der morschen Knochen – es ist gar nicht so einfach im fortgeschritten Alter den Tiger zu markieren". "Sugar Baby" darf nicht fehlen. Zum Finale "Schwarze Rose, Rosemarie" – im Walzertakt.

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