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Kinderbuchverfilmung: "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" fahren jetzt durchs Kino

Von Dennis Gansel hat Michael Endes Abenteuergeschichte in eine Leinwandfassung gebracht. Mit Henning Baum, Solomon Gordon und Christoph M. Herbst.
Der Kessel ist geheizt, der Schornstein raucht: Jim Knopf (Solomon Gordon) und Lukas der Lokomotivführer verlassen Lummerland und gehen auf Weltreise. Foto: Ilze Kitshoff (Warner Bros. Entertainment) Der Kessel ist geheizt, der Schornstein raucht: Jim Knopf (Solomon Gordon) und Lukas der Lokomotivführer verlassen Lummerland und gehen auf Weltreise.

Wie heißt die berühmte Insel mit den zwei Bergen? Und wo liegt sie? Es gibt wohl kaum Menschen, die auf diese Fragen nicht die richtigen Antworten wissen. Das Eiland trägt den schönen Namen Lummerland und befindet sich im tiefen weiten Meer. Eines Tages kommt dort ein Paket an. Das Staunen ist groß, als es die Insulaner öffnen. Schließlich erblicken König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht) und seine drei Untertanen, der Lokomotivführer Lukas (Henning Baum), Frau Waas (Annette Frier) und Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst), ein schwarzes Baby darin. Getauft wird es auf den Namen Jim Knopf. Schnell wächst Jim zu einem aufgeweckten Jungen (Solomon Gordon) heran. Was nicht ohne Folgen bleibt. Schließlich glaubt König Alfons, dass sein kleines Lummerland unter Überbevölkerung leiden könnte. Die Lokomotive Emma müsste abgeschafft werden. Was für ein Unsinn! „Niemals“, schnauzt Lokomotivführer Lukas. Er beschließt, auszuwandern. Selbstverständlich wird ihn sein Freund Jim dabei begleiten.

Weg aus Lummerland

Mit wenigen Handgriffen ist Emma seetüchtig gemacht. Mit ihr setzen Lukas und Jim in Windeseile auf die exotisch anmutende Insel Mandala über. Dort erfahren die beiden abenteuerlustigen Lummerländer, dass die hübsche Prinzessin Li Si (Leighhanne Esperanzate) entführt worden ist. Keine Frage: Die Tochter des Kaisers von Mandala (Kao Chenmin) muss gerettet werden! Also machen sich Jim und Lukas mit Emma auf den Weg ins ferne Kummerland, um Li Si zu finden.

Bereits 1960 erschien Michael Endes Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Wer es nie gelesen hat, könnte die darin erzählte Geschichte in der Version der „Augsburger Puppenkiste“ kennen. Jetzt hat sich der Regisseur Dennis Gansel, der mit „Die Welle“ im Jahr 2008 den Roman von Morton Rhue verfilmte, an Michael Endes Klassiker gewagt. In der Tat ist ihm mit seinen Drehbuchautoren Dirk Ahner, Andrew Birkin, James V. Hart und Sebastian Niemann ein Abenteuerfilm gelungen, dessen Handlung sich sehr nah an Endes Literaturvorlage hält. Somit wird man in dem kurzweilig inszenierten Geschehen neugierig auf fremde Länder und deren Kulturen gemacht. Der darin mitklingende Aufruf zu Toleranz und Völkerverständigung erfolgt auf herrlich hintergründige, ja spielerische Art. Dass dies glückt, liegt zunächst an dem wunderbar harmonischen Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller Henning Baum und Solomon Gordon. Ihre große Freundschaft, die sie als Jim und Lukas verbindet, scheint schon nach wenigen Momenten absolut glaubhaft und natürlich. Die beiden Darsteller tragen zu großen Teilen den Film, in dem sämtliche Nebenfiguren wie der Scheinriese Tur Tur (Milan Peschel) oder der Halbdrache Nepomuk (Stimme: Michael „Bully“ Herbig) reizvolle Auftritte haben.

Wie aus Spielzeug

Wobei die Welt, durch die Jim und Lukas ihre Reise unternehmen, eine märchenhafte ist. Sämtliche Kulissen sind liebevoll und detailreich entworfen. Oft erinnern sie in ihrem farbenfrohen Aussehen an Kinderspielzeug. Vieles scheint von Hand gefertigt. Schließlich stammen große Teile der Ausstattung aus dem Filmstudio Babelsberg in Potsdam. Somit vermag dieser nie überladen wirkende Spielfilm, mit den sorgfältig komponierten Bildern des Kameramanns Torsten Breuer die Fantasie seiner Zuschauer anzuregen.

Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene können sich in dem einnehmend altmodisch wirkenden Film amüsieren. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Berger, Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Offenbach:
Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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