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Kabarettistin Baydar sieht sich als „transkulturell”

Sie hat „ausländische Hardware mit deutscher Software”. Die Kabarettistin Idil Baydar steht selbstbewusst zwischen den Stühlen.
Kabarettistin Idil Baydar als "Jilet Ayse" 2015 in Berlin. Foto: Thalia Engel Kabarettistin Idil Baydar als "Jilet Ayse" 2015 in Berlin. Foto: Thalia Engel
Berlin. 

Mit einem einfachen Sprachtrick legt die Kabarettistin Idil Baydar (41) gelegentlich ihr türkisches Image ab. Ihr gutes Englisch helfe ihr dabei.

„Wenn ich also in Deutschland nicht als Türkin wahrgenommen werden will, I start to talk in English with the people, that makes them very cooperative”, erzählte Baydar dem Berliner „Tagesspiegel”. „Man hält mich dann für eine Kosmopolitin, offenbar aus wohlhabendem Haus, weil ich so gebildet erscheine.” Das öffne ihr eine neue Realität.

Baydar, die mit der Kunstfigur Jilet Ayse bekannt wurde, bezeichnet sich dem Interview zufolge nicht als Deutsche. „Meine Deutung ist, ich bin transkulturell”, sagte die in Celle geborene Kabarettistin. „Ausländische Hardware mit deutscher Software. Wissen Sie was: Es gibt viele Kanaken, die sich mit Deutschland identifizieren so wie ich, und wir wollen nur, dass ihr stolz auf uns seid.” Mit dem Begriff „Kanake” verhalte es sich wie mit „Nigger”, sagte Baydar: „Wenn du das Wort für dich selbst benutzt, entreißt du anderen die Macht, dir damit wehzutun und dich abzuwerten.”

(dpa)
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