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Verfilmung des Mädchenbuchs „Conni & Co“ Teil 2: Kinder gegen Bürgermeister

Tils Schweigers Verfilmung des Mädchenbuchs „Conni & Co“ hat einen 2. Teil erhalten. Emma Schweiger als Chefin der kleinen Bande spielt wieder die Titelrolle.
Conni (Emma Schweiger) und ihre Jungs machen sich für Naturschutz stark und wollen die Kanincheninsel vor Bebauung bewahren. Foto: © NIK KONIETZNY Conni (Emma Schweiger) und ihre Jungs machen sich für Naturschutz stark und wollen die Kanincheninsel vor Bebauung bewahren.

Wir können auch anders, hat sich Til Schweiger wohl gedacht. Und erstmals einen Film inszeniert, ohne dabei gleichzeitig die Hauptrolle mit sich zu besetzen. Auf Tochter Emma wollte er freilich nicht verzichten. Sie war schon beim ersten „Conni“-Streich dabei, den einst Franziska Buch inszenierte. Diesmal muss sie gemeinsam mit ihren Freunden dafür sorgen, dass der korrupte Bürgermeister Möller (Heino Ferch) keinen Hotel-Klotz auf jener idyllisch gelegenen Kaninchen-Insel baut, auf der die Kids den Knochen eines Sauriers gefunden haben.

Der böse Bürgermeister von Neustadt lässt den spektakulären Fund der Kinder kurzerhand verschwinden. Mehr noch: Er will heimlich alle Höhlen auf der Kanincheninsel sprengen, um so sämtliche Saurierspuren zu verwischen, die sein wahnwitziges Bauprojekt verhindern könnten. Zum Glück hat Connis bester Freund Paul ein Foto vom Fundstück gemacht. Die Rettung des Naturparadieses hat jedoch einen Haken: Das neue „Gigantotel“ soll viele Touristen locken sowie Arbeitsplätze schaffen, verspricht der Lokalpolitiker. Für Connis Vater Jürgen ist das bereits eingetroffen, wird er doch als Architekt des Mammut-Baus angeheuert. Und der Buchladen von Pauls Eltern braucht unbedingt neue Kundschaft, um die Pleite zu verhindern. Was also tun? Für die Kids keine leichte Entscheidung.

„Pippi Langstumpf“ auf Neustart, könnte man das turbulente Abenteuer überschreiben. Wobei auch Erwachsene, allein durch die hochkarätige Besetzung, durchaus auf ihre Amüsierkosten kommen. Immerhin liefern sich Iris Berben und Matthias Habich ein charmantes Flirt-Duell unter Senioren, derweil Heino Ferch als egomanischer Bürgermeister mit Toupet und Cowboyhut dem Affen gehörig Zucker geben kann. Vor der Kamera von Vater Til darf Emma Schweiger reichlich mit den Augen rollen oder Schnuten ziehen – Übertreibungen können der frechen Conni schließlich kaum schaden. Ganz im Gegenteil: Die clevere Heldin eignet sich allemal bestens als Identifikationsfigur für das Girlie-Publikum.

Als Regisseur bleibt Til Schweiger seinem visuellen Stil treu. Wie in seinen Komödien („Keinohrhasen“) gibt es beim Family-Entertainment die gewohnten, leicht überstrahlten Bilder sowie reichlich Kerzenschein. Dazu einen Soundtrack, der für die richtige Stimmung sorgt. Dass der Til diesmal einem T-Rex den Vortritt vor der Kamera lässt und sich mit der Regie begnügt, hat dem Film zumindest mal nicht geschadet. Vielleicht bleibt die übliche Schweiger-Häme diesmal ausnahmsweise aus. Annehmbar

 

Frankfurt: Berger, Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis.
Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

 

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