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„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“: Kleiner Erfinder bastelt einen Maschinenmenschen

Von In dem Abenteuerfilm „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ erzählt der Regisseur Wolfgang Groos die Geschichte von dem Jungen, der sich mit einem Roboter anfreundet, neu.
Robbi und Tobbi (Arsseni Bultmann) machen sich Arbeit. Foto: TOM TRAMBOW Robbi und Tobbi (Arsseni Bultmann) machen sich Arbeit.

Gibt es einen Erfinder, der zwei linke Hände hat? Ja. Tatsächlich hat der 11-jährige Tobbi (Arssemi Bultmann) zwar originelle Ideen, aber selbst an den einfachsten handwerklichen Herausforderungen scheitert er kläglich. Freunde hat der Außenseiter auch nicht. Vielmehr wird er von seinen fiesen Mitschülern gehänselt. Es müsste schon ein Wunder geschehen, damit Tobbi nicht mehr so allein ist. In der Tat geschieht eines. Als Tobbi draußen in der Natur ist, fällt nah bei ihm ein Kasten aus Metall vom Himmel. Zu Hause, in seiner Erfinderwerkstatt, verwandelt sich dieser Kasten in den Roboter Robbi, der schon bald mit Tobbi spricht. Robbi wurde beim Absturz seines Raumschiffs von seinen Eltern getrennt. Sie mussten am Nordpol notlanden. Und dort will Robbi hin.

Auf dem Schrottplatz finden die Freunde genügend Teile, mit denen sie das Gefährt für die Reise zum Nordpol konstruieren, das fliegen, schwimmen und fahren kann. Freundliche Rocker helfen ihnen, das „Fliewatüüt“ zu bauen. Derweil hat der skrupellose Sir Joshua (Friedrich Mücke) seine furchtlosen Superagenten Brad Blutbad (Sam Riley) und Sharon Schalldämpfer (Alexandra Maria Lara) losgeschickt, um Robbi zu entführen. Der Leiter eines riesigen Konzerns für Mobilfunktelefone plant Grausames mit dem sympathischen Roboter.

Viel von der Geschichte, die Boy Lornsen in seinem 1967 erschienen Kinderbuch „Robbi, Tobbi und das Fliwatüüt“ erzählt hat, ist in dem Drehbuch des Autoren Jan Berger nicht mehr übrig geblieben. Denn schließlich inszeniert der Regisseur Wolfgang Groos das Geschehen auf erfrischend altmodische Weise. So ist Robbi aus echtem Blech gebaut und wirkt eher menschlich als technisch in all seinem Tun. Auch kommen recht wenige computeranimierte Effekte zum Einsatz. Dass Robbi sich mit Tobbi schnell anfreundet, wirkt bei den liebenswerten Hauptfiguren sehr glaubhaft. Allerdings betrübt es, dass Arssemi Bultmann in der Rolle des Tobbi darstellerisch recht schwach bleibt. Vieles von dem, was er sagt, erscheint zu wenig pointiert, ja fast ausdruckslos. Vielleicht mag dies das ausgesprochen junge Zielpublikum des Films nicht so stören. Aber wirklich spannend werden die Abenteuer von Robbi und Tobbi nur selten. Ein Eindruck, der sich auch deswegen einstellt, weil oft Geschehnisse, die geheimnisvoll wirken könnten, schnell, sehr einfach und überdeutlich in ihrer Bedeutung erklärt werden. Annehmbar

 

Frankfurt: Berger, Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis.
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