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"Die Lochis" in der "Batschkapp": Konzertkritik: „So viel krasse Menschen hier“

Hessens derzeit wohl berühmteste „Hashtag“-Zwillinge, „Die Lochis“, verausgaben sich total beim Zusatzkonzert in der Frankfurter „Batschkapp“.
Heiko und Roman Lochmann geben auf der Bühne der „Batschkapp“ alles, um ihre Fans nicht zu enttäuschen. Foto: Julian Sajak Heiko und Roman Lochmann geben auf der Bühne der „Batschkapp“ alles, um ihre Fans nicht zu enttäuschen.

Puh, da muss erst mal ein Schluck aus der Wasserpulle her. Ist aber auch heiß hier beim Zusatzgastspiel! Zwar präsentiert sich die Frankfurter „Batschkapp“ als nicht ganz so dicht gefüllt, wie sie es einen Tag später beim seit Wochen schon ausverkauften Hauptkonzert sein wird. Doch bei dem immensen Bewegungsdrang, den Heiko und Roman Lochmann, Jahrgang 1999, so an den Tag legen, verwundert der Dauerdurst der ganz in Weiß gekleideten hessischen Teenidole kein bisschen. Gewiss auch ein Moment des Triumphs, auf den „Die Lochis“ sechs Jahre hinarbeiteten.

Bilderstrecke Die Lochis begeistern Fans in der Frankfurter Batschkapp
Heiko und Roman Lochmann sind als Die Lochis gefeierte YouTube-Stars. Am 10. Januar 2017 standen die Zwillinge für den ersten von zwei Auftritten in der Frankfurter Batschkapp auf der Bühne.Als Support-Act war Sänger Jannaik Brunke mit von der Partie.Als Support-Act war Sänger Jannaik Brunke mit von der Partie.

So lange betreiben die Lochmanns schon ihren hauseigenen Kanal auf der Internetplattform YouTube mit selbstproduzierten Videosketchen, Musikparodien und auch Eigenkompositionen. Längst millionenfach geklickt von einer täglich wachsenden Fangemeinde.

Permanent am Machen sind „Die Lochis“, und „Durchgehend Online“ befinden sich die Zwillinge sowieso. So heißt einer von mehr als ein Dutzend Songs im Repertoire des Shownachwuchses. Antrieb vor dem riesigen Logo ihres Debütalbums „#Zwilling“, in Dauerhüpfstellung zu gehen, erfahren Heiko und Roman durch gleich mehrerlei Faktoren: Da wäre als erstes die stets mit heftigem Bumms verabreichte eingängige Mixtur aus Pop, Rock, Disco und Elektro zu nennen. Anstatt wie noch vor Monaten auf einen DJ mit Klängen aus der Konserve zu vertrauen, lassen sich die Jungs neuerdings von einem Keyboarder, Schlagzeuger und Gitarristen musikalisch assistieren. Das macht ordentlich was her, und als Künstler wirkt man gleich ein ganzes Stück glaubwürdiger. Anfeuerung, immer noch mal eine Schippe draufzulegen beim brüderlichen Dauerhopsen, besorgen aber auch die herumkrakeelenden Fans.

Als jung und jünger mit leichtem Damenüberschuss ließe sich die mit selbstgebastelten Plakaten und Riesenherzen bewaffnete Verehrermeute umschreiben. Für viele der mit ihren Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten Angereisten dürften „Die Lochis“ der erste Konzertbesuch überhaupt sein. Da stehen sämtliche Sinne auf absoluten Ausnahmezustand. Schließlich zehrt man von einem solchen Urmoment ein Leben lang. Den versüßen die attraktiven Zwillingsbrüder ihrer durchweg textsicheren Anhängerschaft nach dem Auftakt-Stück „Game“ nicht nur mit eingängiger Mitsingware wie „Mein letzter Tag“, „Nie mehr allein“, „Ich bin blank“, „Wer Du wirklich bist“ oder „Geweint und gelacht“. Auch sonst lassen „Die Lochis“ gerne spontane Wertschätzungen wie „Wir haben Mega Bock auf Euch“ oder „So viele krasse Menschen hier“ los.

Undeutlich wird es lediglich dann, wenn Heiko und Roman zur gleichen Zeit reden und sich gegenseitig dabei in der Lautstärke zu übertrumpfen versuchen. Doch das kommt nicht allzu häufig vor. Dazu sind die sendungsbewussten Geschwister mittlerweile auch zu abgebrüht. „Wann, wenn nicht jetzt, und wer, wenn nicht wir?“, lautet eindeutig die Textbotschaft von „Lieblingslied“ im Zugabenteil. Zuvor gilt es noch einen kleinen Akustikteil zu absolvieren. Zum Finale geben „Die Lochis“ mit „Ab geht’s“ nochmals ordentlich Gas. Da regnen Funken von der Decke, zischen Flammensäulen meterhoch aus dem Boden und schweben riesige Luftballons im Raum. „Danke für den geilen Abend“, sagt einer der beiden. „Bis dann! Tschüssi“, der andere.

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