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Wiederaufnahme: „La Cenerentola“ von Rossini amüsiert in der Frankfurter Oper

Von Rossinis „La Cenerentola“ wurde in der Inszenierung von Keith Warner am Frankfurter Opernhaus wieder aufgenommen und zeigte sich dabei einmal mehr als Publikumsliebling.
Julia Dawson als Angelina glänzt stimmlich und darstellerisch in der Frankfurter Rossini-Inszenierung. Foto: © Barbara Aumüller (© Barbara Aumüller) Julia Dawson als Angelina glänzt stimmlich und darstellerisch in der Frankfurter Rossini-Inszenierung.

Es ist ja eine der liebgewonnenen „Altproduktionen“, deren Requisiten – aus dem Jahr 2004 – zu Recht nicht in den Magazinen des Opernhauses verstauben dürfen. Keith Warners „Aschenbrödel“-Inszenierung lehnt sich in kongenialer Weise an die überreiche Musik Rossinis an – auch wenn das arme Aschenbrödel noch vor dem letzten Takt der Ouvertüre bereits zum ersten Mal übers Knie des gestrengen (und reichlich bankrotten) Vaters gelegt wird: Man spürt, dass sich im Verlauf der kommenden drei Stunden alles zum Besseren wenden wird für das sympathische Mädchen. Julia Dawson ist in der Rolle der Angelina also in kürzester Zeit stimmlich und sängerisch in ihrem Element und darf all die glücklichen Zufälle erwarten, die sie auf den Thron des Fürstentums führen werden. Während die beiden reichlich tumben Schwestern die Schulden ihres Vaters alleine zahlen dürfen, gebührt „Cenerentola“ die Krone des Lebens.

Warner zeichnet die berühmte Geschichte mit spritzigen, teils ulkigen Farben. Es vergeht nicht viel Zeit, und das Publikum ist ähnlich gut aufgelegt wie die Darsteller auf der Bühne – allen voran Mikheil Kiria in der Rolle des Vaters Don Magnifico, der ein ums andere Mal augenzwinkernd die Szenerie durchmisst. Auch die Rollen der beiden Töchter fielen Louise Alder (Clorinda) und Anna-Katharina Tonauer (Tisbe) mit Bedacht zu. Leicht pummelig anzusehen, verraten sie mit meckerndem Lachen und schnalzendem Glucksen ihre besondere „Grazie“ – einfach ungeeignet für den geräumigen Thron des Don Ramiro, der bei der Wiederaufnahme (es ist die fünfte seit der Premiere) vom erfahrenen Martin Mitterrutzner dargestellt wurde – er und Julia Dawson sind das ideale Königspaar.

Das überschaubare Kern-Ensemble wurde von Thomas Faulkner (Alidoro) und Iurii Samoilov (Dandini) wirkungsvoll abgerundet. Kraftvoll wirkte der Herrenchor im Hintergrund, und auch das Hammerklavier brachte mit Felice Venanzoni Atmosphäre und Stil in die Rezitative. Den Rumänen Vlad Iftinca am Pult kannte manch einer aus „Lucia di Lammermoor“ vor gut zwei Jahren – er konnte auch diesmal wieder die reichlichen Qualitäten des Opern- und Museumsorchesters zur Blüte führen. Ge

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