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Oper: Liebe und Niedertracht mit starken Stimmen

Puccinis „Tosca“ wurde in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg an der Frankfurter Oper wieder aufgenommen. Dabei war ein Tenor hier zum ersten Mal zu hören.

Zum Abschluss der Saison kam noch einmal die Erfolgsinszenierung von 2011 zum Zuge. Andreas Kriegenburg schuf eine klare und sehr übersichtliche Handlungsstruktur dieses Opern-„Thrillers“, in dem die Niedertracht des blutrünstigen Polizeischergen Scarpia die glühende Liebe zwischen dem Maler Cavaradossi und der schönen Sängerin Tosca zerstört und die Frau in den Selbstmord treibt. Die Schluss-Szene rührt immer wieder an – auch bei der Wiederaufnahme.

Den italienischen Tenor Leonardo Caimi hörte man zum ersten Mal auf der Frankfurter Bühne – ihm scheint die Rolle des Malers Cavaradossi auf den Leib geschneidert. Ihm zur Seite stand die amerikanische Sopranistin Keri Alkema in der Titelrolle. Eine feste und pralle Statur, die sich auch auf die Leuchtkraft ihrer Stimme zu übertragen scheint. Nicht umsonst ist die anspruchsvolle Partie der Tosca eine ihrer zentralen Rollen. Ihre besten Momente hatte sie – auch darstellerisch – im zweiten Akt gemeinsam mit dem schwergewichtigen Dimitri Platanias als Scarpia. Auch er beherrscht sein Handwerk.

Neue Namen im Programm waren Gordon Bintner (Angelotti) und Barnaby Rea (Sciarrone). Der große Schlussapplaus aber wäre nicht möglich gewesen ohne ein spannungsvoll musizierendes Opern- und Museumsorchester unter Leitung des ambitionierten Italieners Antonio Fogliani, den man möglichst bald wieder am Pult erleben möchte.

(Ge)
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