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Makellos sitzen Jeans und Stimme

Ex- "a-ha-Sänger Morten Harket zeigte sich auf seiner Solo-Tour in der Frankfurter Jahrhunderthalle scheu und unsicher.
Versteckt hinter der Sonnenbrille: Morten Harket.	Foto: Sajak Versteckt hinter der Sonnenbrille: Morten Harket. Foto: Sajak

Er war mal ein Idol für Teenager, für Mädchen auf der Schwelle zur jungen Frau zwischen erster Liebe und erstem Sex. Da ließ es sich beim Anschauen von Hochglanzfotos und beim CD-Hören so richtig schwärmen und träumen.

Natürlich, Morten war nicht allein. Im norwegischen Trio "a-ha" gab es auch noch zwei ebenfalls nicht unansehnliche Bandmitglieder. Doch der athletische Frontmann mit ewig glattem Jungengesicht stand als Sänger im Fokus. Da steht er auch heute noch – knapp anderthalb Jahre nach der endgültigen "a-ha"-Trennung – in der nicht ausverkauften Jahrhunderthalle.

Kaum verändert hat er sich: Mit 52 Jahren noch immer rank und schlank. Im kaum gealterten Gesicht keine tieferen Furchen. Wahrscheinlich passt der smarte Skandinavier sogar noch in die gleiche Hosengröße von vor mehr als zwei Dekaden, als die märchenhafte Karriere von "a-ha" begann. Makellos sitzen die hautenge Jeans, das bis zur Mitte aufgeknöpfte Hemd und auch die Töne der noch immer knabenhaften Falsettstimme.

Der auf der Bühne schon immer mehr auf seinen Gesang konzentrierte Pop-Veteran wirkt nicht nur bei seinen sporadischen Ansagen scheu und unsicher. Sonnenbrille auf, Sonnenbrille ab. Sparsam Mimik und Gesten. Kaum ein Lächeln. Ein Entertainer mit Rampenqualität wie Robbie Williams ist Harket nicht. Das stört die mit ihrem Idol gealterten Fans nicht: "I love you", hallt es immer wieder.

Anerkennung als Künstler abseits der erfolgreichen "a-ha"-Vergangenheit mit mehr als 36 Millionen verkauften Tonträgern sucht Harket. Geschmackvoll tönen die von Schlagzeuger Karl Oluf Wennerberg, Keyboarder Erik Ljunggren und Gitarrist Dan Sundhordvik präsentierten Songs des aktuellen Albums "Out Of My Hands", aber auch älteres Solomaterial: "Burn Money Burn" im Elektro-Pop-Gewand zum Auftakt versteht sich als Kritik am Raubtierkapitalismus. In "A Kind Of Christmas Card" wird die Geschichte einer jungen Schauspielerin erzählt, die nach Los Angeles geht, um als Prostituierte zu arbeiten. Eingestreut sind knackige Versionen von "a-ha"-Klassikern wie "Stay On These Roads", "Out Of The Blue Comes Green" und "Crying In The Rain". Nach fragiler Akustikballade "Lay Me Down Tonight" folgt in der Zugabe unvermeidlich noch der größte Hit: "Take On Me".Köh

(Michael Köhler)
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