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Musikfestival „Rock am Ring” fast ausverkauft

Willkommen am Ursprungsort: „Rock am Ring” geht wieder am Nürburgring über die Bühne. Karten sind für das legendäre Musikspektakel kaum noch zu ergattern. Der Nürburgring feiert in diesem Jahr 90. Geburtstag - und „Rock am Ring” geht bereits in die 31. Runde.
„Rock am Ring” geht bereits in die 31. Runde. Foto: Thomas Frey „Rock am Ring” geht bereits in die 31. Runde. Foto: Thomas Frey
Nürburg. 

Rammstein, die Toten Hosen und System Of A Down ziehen Fans aus halb Europa in die tiefe Eifel: Die 31. Auflage des Musikspektakels „Rock am Ring” vom 2. bis 4. Juni ist fast ausverkauft.

„Wir haben nur noch wenige Restkarten”, sagte Andre Lieberberg, der Geschäftsführer der Live Nation GmbH Deutschland, Österreich, Schweiz, der Deutschen Presse-Agentur. „"Bei Rock am Ring" können wir circa 86 000 Festivaltickets verkaufen, mehr geht von der Kapazität her nicht.” Auch das gleichzeitige Nürnberger Zwillingsfestival „Rock im Park” ist laut Lieberberg bis auf wenige Tageskarten ausverkauft. Hier werden 75 000 Fans erwartet. Auf jeweils vier Bühnen treten rund 85 Bands auf, darunter auch Marteria, Broilers, Beginner, Bastille, Beatsteaks und Kraftklub.



Der legendäre Nürburgring feiert in diesem Jahr selbst seinen 90. Geburtstag. „Rock am Ring” hat hier über drei Jahrzehnte hinweg mit Stars wie Joe Cocker, Metallica, David Bowie, Udo Lindenberg, Bryan Adams, Bob Dylan, Elton John, Bon Jovi und Guns N'Roses Musikgeschichte geschrieben.

2015 zog das Rockspektakel - laut Lieberberg Deutschlands größtes Musikfestival - nach einem Kostenstreit mit den damaligen Eigentümern des Nürburgrings an den rund 30 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig um. Hier machte das Festival in den vergangenen zwei Jahren nicht nur mit Musik, sondern auch mit Blitzschlägen und Verletzten Schlagzeilen. Zudem wurden nach Veranstalterangaben die Umweltauflagen immer teurer, so dass das Spektakel an Pfingsten wieder an den Nürburgring zurückkehrt.



Lieberberg bestätigte, dass die Veranstalter mit den jetzigen Ring-Eigentümern um den russischen Pharmaunternehmer Viktor Charitonin einen 2017 beginnenden neuen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen hätten. „Das gibt uns Planungssicherheit und die Möglichkeit, den Standort langfristig zu optimieren”, sagte der Geschäftsführer, dessen Firma zusammen mit der Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG „Rock am Ring” und „Rock im Park” organisiert.

Mit Blick auf die wechselvolle Geschichte der Rennstrecke, die zu teuer ausgebaut wurde, als staatliches Unternehmen 2012 pleite ging und dann verkauft wurde, ergänzte Lieberberg: „Unser Eindruck ist, dass der Ring jetzt seriös und professionell gemanagt wird. Das hat unsere Rückkehr ermöglicht.” Andre Lieberberg ist der Sohn des legendären Frankfurter Konzertveranstalters Marek Lieberberg.

(Von Jens Albes, dpa)
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