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Das Rock-Pop-Konzertjahr 2017: Nobelpreis für die Festhalle

Von Zum Hessentag nach Rüsselsheim kommen die „Scorpions“, Peter Maffay, Gianna Nannini und Zucchero. Bei „Rock am Ring“ rumoren „Rammstein“.
Es ist noch nicht all over now: Bob Dylan, der Edelmann unter den Songwritern, frisch nobilitiert mit dem Nobelpreis für seine Dichtkunst, gibt im April ein Konzert in der Frankfurter Festhalle. Bilder > Foto: Niels Meilvang (NORDFOTO / EPA FILE) Es ist noch nicht all over now: Bob Dylan, der Edelmann unter den Songwritern, frisch nobilitiert mit dem Nobelpreis für seine Dichtkunst, gibt im April ein Konzert in der Frankfurter Festhalle.

Dass in der Frankfurter Festhalle ein Nobelpreisträger singt, hat es noch nicht gegeben. Doch es ist wahr: Songdichter Bob Dylan wird am 25. April auf dem Frankfurter Messegelände seinem Gitarrenkoffer das Saiteninstrument entnehmen und seine nobilitierten Zeilen singen. Denn für seine Dichtkunst hat der amerikanische Folk-Rockmusiker schließlich 2016 den Literatur-Nobelpreis erhalten. Zur Entgegennahme nach Stockholm gereist ist er nicht. Frankfurt hingegen erweist er mit einem Großkonzert die Ehre. Ob es der letzte Frankfurt-Auftritt des 75-Jährigen sein wird?

„Deep Purple“ jedenfalls wollen sich am 10.6. ein letztes Mal in der Frankfurter Festhalle sehen lassen. Aber ob da wirklich schon das letzte Wort gesprochen ist? Die Erfahrungen lehren in solchen Fällen: Abwarten und Einspielergebnisse zählen. Besser haben es die Fans von „Foreigner“. Schon der Titel ihres jüngsten Albums „The Flame Still Burns“ lässt keine Müdigkeit und Absschiedsstimmung erkennen. Dazu kommen gleich zehn Konzerte, außer in Frankfurt (Jahrhunderthalle am 25.5.) etwa auch in Berlin (Tempodrom am 28.5.). Wer im April für die beiden ausverkauften „Iron-Maiden“-Konzerte in Frankfurt keine Karten mehr bekommen hat, sollte sich sputen: Am 25.4. geben die Eisernen Jungfrauen in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen noch ein Zusatzkonzert. Ihre Hardrock-Kollegen von „Guns N’ Roses“ kommen im Juni: nach München (Olympiastadion am 13.6.) und Hannover (Messegelände am 22.6.).

Hollywoods Musik

Wer eher auf pompöse Film-Symphonien steht, kann sich auf die Tournee des in Frankfurt geborenen Hollywood-Komponisten Hans Zimmer („Fluch der Karibik“, „Gladiator“) freuen: Der Oscar-Preisträger (für „König der Löwen“) geht mit Chor, Orchester und seiner Musik auf Europatournee. Zimmer tritt unter anderem in der Frankfurter Commerzbank-Arena (Waldstadion, 9.6.) auf. Dort gastiert außerdem Robbie Williams mit seiner Entertainment-Tour (19. Juli) und „Erasure“ im Vorprogramm.

Hauch von Aha

Zu den innovativsten Musikern zählen die beiden Schweizer Dieter Meier und Boris Blank mit ihrer gemeinsamen Band „Yello“. Ihre Tournee startet in Frankfurt (Festhalle am 29.11.) und führt über Hamburg (Barclaycard Arena am 3.12.) und München (Olympiahalle am 5.12.). Bis nächstes Jahr gedulden müssen sich dagegen die Fans von „a-ha“ (u.a. Titelmusik zum Bond-Abenteuer „Der Hauch des Todes“): Sie kommen erst am 24.1.2018 in die Frankfurter Festhalle. Längst ein Klassiker sind auch die Simple Minds, die sich am 10.4. dieses Jahres in der Jahrhunderthalle Frankfurt blicken lassen. Das gleiche gilt für Bryan Ferry, einst Mitgründer von „Roxy Music“. Er wird beispielsweise in München (Circus Krone am 13.5.), Berlin (Tempodrom am 19.5.), Frankfurt (Alte Oper am 22.5.) und dann in Baden-Baden (Festspielhaus am 24.5.) jeweils ein Konzert geben.

Seit 1990 hat sich das allsommerliche Heavy-Metal-Festival in Wacken zum Mekka für alle Freunde harter Stromgitarrenklänge entwickelt. Die berühmtesten Namen im Hard- und Heavy-Bereich geben sich dort jeden Sommer die Instrumente in die Hand. So dürfen sich Fans dieses Jahr zwischen dem 3. und 5. August auf Grusel-Rocker Alice Cooper freuen. Er verbindet in seinen wilden Bühnenshows den Schauer des französischen Grand-Guignol-Theaters mit Versatzstücken aus Horrorfilmen und entsprechenden Liedtexten, was ihn in der Szene zum Idol und Vorbild für viele andere Musiker machte.

Küsse und harte Töne

Mit knalligen Schock-Effekten und viel Schminke haben sich auch „Kiss“ über Jahrzehnte in die Herzen der Zuschauer gespielt. Ihre nächste Deutschland-Tournee führt die New Yorker Band zu Auftritten zwischen Dortmund (Westfalenhalle am 12.5. und Frankfurt (Festhalle am 23.5.). Harte Töne gibt es zudem beim in Frankfurt-Nähe liegenden Open-Air-Festival „Rock am Ring“, das dieses Jahr von Frankfurts Konzertimpresario Marek Lieberberg an seinen Ursprungsort zurückverlegt wurde: „Rammstein“ geben dort am Wochenende des 2. bis 4. Juni ihre einzigen Konzerte in Deutschland. Insgesamt treten dort noch rund 90 weitere Bands auf, darunter Die Metalband „System of a Down“ aus Kalifornien und „Die Toten Hosen“.

An Selbstbewusstsein hat es Alice Coopers Kollegen von „Aerosmith“ nie gefehlt. Kein Wunder: Wer seit 1970 mehr als 150 Millionen Alben in Umlauf gebracht hat, braucht schon lange nicht mehr tiefzustapeln. Allerdings gibt es für ihre Anhänger einen Wermutstropfen: Die nach eigenen Angaben „größte Rock-and-Roll-Band der USA“ gehen auf Europa-Abschiedstournee. Vorgesehen sind Auftritte in München (Königsplatz am 26.5.), Berlin (Waldbühne am 30.5.) und Köln (Lanxess-Arena am 20.6.). Der lange belächelten volkstümlichen Schlagermusik verhalf der auch als Volks-Rock’n’-Roller bezeichnete Österreicher Andreas Gabalier zu neuer Blüte. Wer mit ihm am Hockenheimring ordentlich abfeiern will, kann das am 2.9. unter freiem Himmel tun.

Mit gleich zehn Auftritten für sein neues Album „Black Cat“ gibt sich der Italiener Zucchero in Deutschland die Ehre. Seine Konzertreise beginnt in Rüsselsheim (Hessentag am 16.6.) und geht über etliche Stationen weiter bis Berlin (Zitadelle am 22.6.). Dem Hessentag ist übrigens nichts zu teuer, weshalb auch die endlosen Abschiedstourer „The Sorpions“ ebenso auf der Hessentagsordnung stehen (11. Juni) wie Peter Maffay (15. Juni) und die Italo-Rockerin Gianna Nannini (16. Juni). Am besten nimmt man sich gleich ein paar Tage Urlaub und rockt durch.

Wer Marius Müller-Westernhagen einmal unplugged, also im Sitzen und mit akustischen Gitarren, erleben will, hat dazu am 24.10. in der Mannheimer SAP-Arena Gelegenheit. Die „Rocky Horror Show“, verfilmt als „Rocky Horror Picture Show“, machte ihren Schöpfer Richard O’Brien weltberühmt. Wer die liebevolle Huldigung an die klassischen Schauerfilme einmal auf der Bühne erleben will, sollte sich die Auftritte der Truppe in Mannheim (Rosengarten vom 29.12. bis 31.12.) oder Frankfurt (Alte Oper vom 27.3. bis 18.4.) nicht entgehen lassen.

Tour der Träume

Und schön, dass sich auch die Frankfurter „Batschkapp“ über einige prominente Gäste freuen darf: Rapper Sido bringt dort am 8.2. die Fans zum Toben, „Tokio Hotel“ schließen sich mit ihrer Dream-Machine-World-Tour am 16.3. an, und Bundesvision-Song-Contest-Gewinner Tim Bendzko („Nur noch kurz die Welt retten“) am 4. 6. (Spielort Festhalle). Da Sido bereits ausverkauft ist, bleibt nur zu hoffen, dass die „Batschkapp“ auch ihn in die größere Festhalle verlegt. Oder aber, interessierte Frankfurter bewegen sich ganz weit nach Norden, zu einem Open-Air am 9.9. – am Timmendorfer Strand.

 

Karten unter Hotline 01806-57 00 70. Internet www.eventim oder www.fnp.de/ticketshop

 

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