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Party mit Ken Follett!

Offiziell schließen sich die Tore der Messe jeden Tag um 18 Uhr. Doch für viele Autoren und Verlagsmitarbeiter endet der Messetag dann noch lange nicht, denn viele Verlage veranstalten eine Buchmessenparty. Ich war gestern zum ersten Mal überhaupt auf einer solchen Party zu Gast und habe ehrlich gesagt nicht so recht gewusst, was mich dort erwartet. Ich besuchte die Party mit einer lieben Freundin, die schon in der Nähe der Hauptwache auf mich wartete. Am Eingang der unweit davon gelegenen Location wurden wir mit Prosecco begrüßt und es herrschte eine nette Atmosphäre. Schnell füllten sich die Räumlichkeiten mit den üblichen Verdächtigen: Lektoren, Buchhändler, Agenten, Presseleute und Autoren. Eine illustre Gesellschaft ließ den langen Messetag entspannt ausklingen und wir kamen mit netten Menschen ins Gespräch. So sind also Messepartys, dachte ich irgendwann und ließ meinen Blick über die Anwesenden schweifen, die lachten, sich unterhielten, einfach nur dasaßen, gerade ankamen oder die Veranstaltung wieder verließen. Dennoch muss ich gestehen, dass mir irgendwann ein bisschen langweilig wurde, denn ich kannte auf dieser Party nur wenige Kollegen und der Abend plätscherte so vor sich hin. Bis zu dem Moment, als „Er“ an mir vorüberlief und ich mich schlagartig kerzengerade aufrichtete. Ken Follett! Er war es wirklich. Unfassbar! Er war ganz nah an mir vorbeigelaufen und stand nur wenige Schritte von mir entfernt. Ich war wie elektrisiert. Ich war auf derselben Buchparty wie Ken Follett! Ein Foto mit ihm wäre toll, überlegte ich sofort. Doch ganz ehrlich: Ich habe mich nicht getraut, ihn anzusprechen. Er hat sich nett mit anderen Leuten unterhalten und ich wollte ihn nicht stören. Bestimmt wollte er sich hier entspannen und nicht von Fans, wie mir, gestört werden. Aber das war die Gelegenheit überhaupt. So schnell würde sie nicht wiederkommen. Also nahmen meine Freundin und ich, nach kurzer Überlegung, allen Mut zusammen und steuerten auf ihn zu. Wir bemerkten, dass auch andere mit ihm Fotos machten. Also wenn er schon mal dabei war . . . Wir sprachen ihn an und er war sehr nett. Selbstverständlich hat er eine Selfie mit uns gemacht und wir waren überglücklich. Was für ein Erlebnis, ein besonderer Moment, den ich niemals erlebt hätte, wenn ich nicht schreiben würde. Ken Follett ist für mich ein Ausnahmeschriftsteller, ein Vorbild. Es war großartig, ihm begegnet zu sein. Und selbstverständlich bekommt das Bild mit ihm einen Ehrenplatz über meinem Schreibtisch. Und auf die nächste Buchmessenparty gehe ich ganz bestimmt wieder.

Schriftstellerin Nicole Steyer lebt in Idstein. Von ihr stammt unser aktueller Fortsetzungsroman, „Der Fluch der Sommervögel“. Es sei „die Leidenschaft für Geschichte und Geschichten“, die sie antreibe, sagt die 1978 im bayerischen Bad Aibling geborene Autorin von sich. Frühere Bücher von ihr sind „Das Pestkind“ und „Die Hexe von Nassau“.

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