Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

"Jumanji: Willkommen im Dschungel": Plötzlich steckt man in einem fremden Körper

Von Dwayne Johnson spielt eine der Urwaldgestalten, die eine Gruppe von Jugendlichen über ein Videogame in eine unbekannte Parallelwelt locken.
Ruby Roundhouse (Karen Gillan), Dr. Smolder Bravetsone (Dwayne Johnson, Mitte) und Moose Finbar (Kevin Hart) kriegen was zu staunen. Foto: - (Sony Pictures) Ruby Roundhouse (Karen Gillan), Dr. Smolder Bravetsone (Dwayne Johnson, Mitte) und Moose Finbar (Kevin Hart) kriegen was zu staunen.

In Joe Johnstons Fantasy-Komödie „Jumanji“ aus dem Jahr 1995 war es noch ein gutes altes Brettspiel, das Robin Williams und Kirsten Dunst als Spieler in seine Abenteuerwelt gelockt hat. In Zeiten von „X-Box“, „Wii“ und Virtual Reality Games sind die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Spiel sehr viel fließender geworden. Das Hineingezogenwerden und die Flucht in eine Parallelwelt gehören zum Alltag eines jeden Gamers. Hier dockt Jake Kasdans Fortsetzung „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ an und befördert eine Gruppe von Schülern durch eine alte Spielkonsole hindurch in die Avatare eines Videogames hinein. Plötzlich finden sich die Teenager nicht nur im Dschungel, sondern auch in fremden Körpern wieder.

Smartphone verloren

Der schmächtige Nerd Spencer (Alex Wolff) ist nun der Abenteurer Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), dessen Bizeps etwa dem Bauchumfang des Jugendlichen entspricht. Der Football-Spieler Fridge verwandelt sich in den klein gewachsenen Zoologen Moose Finbar (Kevin Hart), und die linkische Außenseiterin Martha (Morgan Turner) zur Kampfsport-Amazone Ruby Roundhouse (Karen Gillan), die in nabelfreier Lara-Croft-Trikotage durch den Urwald turnt. Am härtesten hat es die Instagram-Zicke Bethany getroffen, die nicht nur ihr Smartphone verliert, sondern sich mit dem Männerkörper des pummeligen Kartografen Professor Shelly Oberon (Jack Black) anfreunden muss.

Zu den außerkörperlichen Erfahrungen kommen handfeste Gefahren. Kaum angekommen, wird Finbar von einem riesigen Flusspferd gefressen, fällt kurz darauf wieder aus dem Himmel und hat eines von drei Leben verloren. Wie in den meisten Videospielen werden den Charakteren verschiedene Stärken und Schwächen zugewiesen, aber anders als in der Game-Industrie gilt in Hollywood noch ein Mindestmaß an erzieherischem Anspruch. Und so lernen die Teilnehmer, dass sie als Ego-Shooter keine Chance haben und ihre unterschiedlichen Stärken im Team vernetzen müssen, um im wilden Dschungel zu überleben. Außerdem setzt die Existenz im fremden Körper der Avatare übersichtliche Selbsterkennungsprozesse sowie immerhin ein gutes Dutzend wirklich witziger Szenen frei.

Harmlose Unterhaltung

Jack Black hat als High-School-Zicke im Männerkörper, die stehend pinkeln muss, offensichtlich am meisten Spaß, während Dwayne Johnson nach kurzer Zeit seine Doppelidentität zu vergessen scheint und einfach nur noch Dwayne Johnson ist. Dank zügigen Erzähltempos kommt wenigstens keine Langeweile auf in diesem grundharmlosen Entertainment, das sich bald im Dschungel des Vergessens verlieren wird. Annehmbar

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos (D+E), Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis.
Mainz: Cinestar

Zur Startseite Mehr aus Kultur

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse