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Privattheatertage starten mit Königsdrama

Mit dem Gastspiel „King Charles III.” der Bremer shakespeare company haben die sechsten bundesweiten Privattheatertage in Hamburg begonnen. Bis zum 25. Juni zeigen zwölf Bühnen ihre Produktionen.
Peter Lüchinger (l) und Tim Lee bei der Fotoprobe zu dem Stück „King Charles III” in Bremen. Marianne Menke/Bremer Shakespeare Company Foto: Marianne Menke Peter Lüchinger (l) und Tim Lee bei der Fotoprobe zu dem Stück „King Charles III” in Bremen. Marianne Menke/Bremer Shakespeare Company Foto: Marianne Menke
Hamburg. 

Vorhang auf für die bundesweiten Privattheatertage in Hamburg: Mit ihrem Gastspiel „King Charles III.” hat die Bremer Shakespeare Company das Festival am Dienstagabend eröffnet. Im Treppenhaus des Altonaer Theaters war ein schwarzer Sarg, geschmückt mit Blumen und einem Bild der englischen Königin Elizabeth II. aufgebahrt.

Makaber wurde so den Besuchern signalisiert, was sie auf der Bühne erwartet: Die Queen ist tot. Und ihre Nachfahren - Prinz Charles samt Familie - sowie Premier und Parlament streiten um Einfluss im Land. Im Stil und Versmaß Shakespeares, erzählt vom britischen Autor Mike Bartlett in seinem Zukunfts-Königsdrama.

Viel Applaus gab es für die psychologische, spielfreudig dargebotene Inszenierung von Stefan Otteni, die in Bremen im Januar deutsche Erstaufführung feierte. In Hamburg war zu erleben, wie auf karger Bühne eine große Tribüne zum Schauplatz vielfältiger Intrigen geriet. Anspielungen an „Hamlet” und „Macbeth” würzten die Story mit dem uns medial vertrauten Personal. „Mein Leben war ein Harren auf den Thron”, seufzt da anfangs noch der Prince of Wales (Peter Lüchinger). Er ist bemüht, politisch Haltung zu zeigen, wird aber durch die Ambitionen nicht nur einer Herzogin Kate (Petra Janina Schultz) im Strudel eines seichten, machtbesessenen Zeitgeistes hinweg gespült.

Beim Festival 2017 bewerben sich bis zum 25. Juni zwölf kleinere Bühnen aus der ganzen Republik an neun Spielstätten in den Sparten Zeitgenössisches Drama, Moderner Klassiker und Komödie um die undotierten Monica-Bleibtreu-Preise. Die vom Bund wie jedes Jahr mit 500 000 Euro geförderte Leistungsschau endet mit einer Gala in den Hamburger Kammerspielen. 

(dpa)
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