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Russische Frauengruppe gastiert in der Spielzeit 2017/18 am Frankfurter Mousonturm: „Pussy Riot“ machen Rabatz in Frankfurt

„Populismus für alle“, Flucht und Migration und ein neues Musiktheater-Abo stehen in der kommenden Saison auf dem Programm des Frankfurter Mousonturms.
Hier haut die russische Frauengruppe „Pussy Riot“ in Moskau auf den Putz. Demnächst führt sie ihre „Riot Days“ im Mousonturm auf. Hier haut die russische Frauengruppe „Pussy Riot“ in Moskau auf den Putz. Demnächst führt sie ihre „Riot Days“ im Mousonturm auf.
Frankfurt. 

Insgesamt 17 Uraufführungen, 7 Deutsche Erstaufführungen, 17 Koproduktionen, 3 Eigenproduktionen und der einzige Auftritt in Deutschland der russischen, feministischen, kirchen- und regierungskritischen Punk-Gruppe „Pussy Riot“. Spannender als diese Zahlen sind aber die Inhalte und auftretenden Künstler. Da geht es zu Beginn der Spielzeit 2017/18 und im Jahr der Bundestagswahl mit der Programmreihe „Populismus für alle“ los. Der Reihe, innerhalb derer auch „Riot Days“ von „Pussy Riot“ zu sehen ist (20. und 21. September). Die Bühnenshow beruht auf Marija Aljochinas gleichnamigem Buch, in dem sie ihre Geschichte als Performerin bei „Pussy Riot“ erzählt. Aljochina ist eines der „Pussy-Riot“-Mitglieder, das noch dem „Punk-Gebet“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale verhaftet und in ein sibirisches Gefängnislager gesteckt wurde. Doch wenn „Pussy Riot“ in Frankfurt sind, ist der Bundestagswahlkampf fast vorbei.

Rausch und Zorn

Partizipativ wird es schon zwischen dem 31. August und dem 3. September: Dann nämlich zeigt das Kollektiv „Ligna“ die Uraufführung von „Rausch und Zorn. Studien zum autoritären Charakter“. Bei der Frage, warum sich Menschen autoritären Bewegungen anschließen, wird das Publikum aktiver Teil eines Experiments. Am Wahltag, am 24. September, muss niemand mit den Wahlergebnissen allein bleiben. „Red park“ aus Frankfurt rufen dann zu ihrer „Populistenbeschimpfung“ (Uraufführung) auf. Klar ist: Der Ausgang der Wahlen kann nicht alle glücklich machen. Einen „Liederabend, der wirklich allen gefällt“, verspricht dafür Daniel Cremer mit „Born to make you happy“ (Uraufführung, 16. bis 18. September). Damit wirklich jeder glücklich wird, betreibt Cremer sogar Marktforschung und setzt auf Tombola, Singkreis und Striptease.

Neu am Mousonturm in der kommenden Spielzeit ist ein Musiktheater-Abo, ergänzend zum bisherigen Tanz- und Theater-Abo. Mit der Auslastung dieser Spielzeit zeigte sich Intendant Matthias Pees bei der Pressekonferenz zufrieden: 84 Prozent nach seinen Angaben. Unter den sechs Musiktheater-Aufführungen im Abo für 66 Euro ist die „Winterreise“ von Schubert (bearbeitet von Hans Zender), zu sehen als Deutsche Erstaufführung von Kornél Mundruczó mit dem „Proton Teatre“. Der ungarische Regisseur nimmt dabei Flucht und Vertreibung in den Blick (19. und 20. September, Frankfurt LAB). Ebenfalls im Abo: Kiriakos Hadjiioannou & Fabrice Mazliah/MAMAZA und das Ensemble Modern mit der Uraufführung „Hyperion“ nach Hölderlin (28. November) oder Fux mit ihrer „Granteloper“, die das Jammern kultiviert (17. Februar). Auch im „Gast-Spiel“ von Mobile Albania (Januar 2018) ist das Thema Flucht präsent, wenn sie an Haustüren klopfen, um beispielsweise das Prinzip der Gastfreundschaft umzukehren und selbst den Gastgeber zu umsorgen.

Tanz und Tollheit

Außerdem sind im Bereich Tanz im Februar 2018 wieder Verena Billinger und Sebastian Schulz zu sehen (Frankfurt LAB). Gespannt sein darf man auch auf eine neue Arbeit von Anne Teresa De Keersmaeker, Jean-Guihen Queyras und Rosas unter dem Arbeitstitel „Bach, Cellosuiten“ (Juni 2018). Zudem sind „Forced Entertainment“ wieder dabei, etwa mit „Complete Works: Table Top Shakespeare“ im Februar, das alle 36 Shakespeare-Dramen mit Alltagsgegenständen auf einen Tisch bringt. Bie

 

Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, Frankfurt. Einzelkarten und Abonnements unter Telefon (069) 40 58 95 20.
Internet www.mousonturm.de

 

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