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Thriller „7 Tage in Entebbe“: Radikale Volksfront nimmt 250 Geiseln

Von Unter der Regie von José Padhina geht es um die Geiselnahme durch zwei Palästinenser und zwei Deutsche, gespielt von Rosamund Pike und Daniel Brühl.
Die beiden Terroristen Wilfried Böse (Daniel Brühl) und Brigitte Kuhlmann (Rosamund Pike) haben zusammen mit zwei Palästinensern ein Flugzeug nach Uganda entführt. Foto: Entertainment One Germany (eOne) Die beiden Terroristen Wilfried Böse (Daniel Brühl) und Brigitte Kuhlmann (Rosamund Pike) haben zusammen mit zwei Palästinensern ein Flugzeug nach Uganda entführt.

Am 27. Juni 1976 entführten zwei palästinensische Mitglieder der radikalen Volksfront zusammen mit den beiden Linksradikalen Wilfried Böse (Daniel Brühl) und Brigitte Kuhlmann (Rosamund Pike) ein Flugzeug der Air France. Es befand sich auf dem Flug von Tel Aviv nach Paris. Unter massiver Androhung von Waffengewalt wird die Besatzung gezwungen, den Airbus nach Entebbe in Uganda zu fliegen. Dort werden die entschlossen handelnden Entführer von dem damaligen Diktator Idi Amin Dada (Nonso Anozie) als willkommene Gäste empfangen. Ihre Geiseln werden im Terminal des Flughafens untergebracht. Die Forderungen der Terroristen sind deutlich. Sie wollen die Freilassung von 53 palästinensischen Kämpfern, die sich in israelischen Gefängnissen befinden. Zudem sollen fünf Millionen Dollar Lösegeld fließen. Während der israelische Verteidigungsminister Shimon Peres (Eddie Marsan) Verhandlungen mit den Entführern ablehnt, glaubt Premierminister Yitzak Rabin (Lior Ashkenazi) an eine diplomatische Annährung. Er befürchtet das Schlimmste für die Geiseln. Bald schon arbeitet Shimon Perez mit dem General Motta Gur (Mark Ivanir) an einem Plan. Mit einer radikalen Militäraktion sollen die mehr als 250 Geiseln befreit werden. An einigen Stellen ist der Verlauf der Filmhandlung ebenso wenig vorhersehbar wie die Gedankengänge, die der Terrorist Wilfried Böse entwickelt. Schließlich zeichnet der Drehbuchautor Gregory Burke seine zentrale Figur keineswegs als engstirnigen Kämpfer, sondern als jemanden, der nicht nur Zweifel am Sinn seines Tuns bekommt, sondern sogar Mitgefühl für die Menschen entwickelt, die sich wegen ihm und seinen Mitstreitern in Todesangst befinden.

Fraglos brilliert Daniel Brühl in dieser Rolle. Er kann das Widersprüchliche seiner Figur sehr gut sichtbar und nachvollziehbar machen. Interessanterweise verzichtet Gregory Burke jedoch bei den ihn umgebenden Figuren auf eine vergleichbare emotionale Vielschichtigkeit. Somit konzentriert sich Regisseur José Padilha erstaunlich wertungsfrei auf all jene Figuren, die eng in die anstehende Befreiungsaktion eingebunden sind. Dass sein anspruchsvoller Thriller auf diese Weise seine volle Schlagkraft entwickeln kann, liegt nicht zuletzt an der dynamischen Kameraführung von Lula Carvalho. Er liefert erschreckend eindringliche Bilder. Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinema (D+OmU), Metropolis (D+OF). Limburg: Cineplex

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