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Sarah Lucas lässt Frauen 1000 Eier in Ausstellung werfen

Sarah Lucas macht keine Alltagskunst. Unkonventionell ist auch ihr neuestes Werk. Dafür kamen gleich 1000 Eier zum Einsatz und mehrere Frauen, die sie an eine weiße Wand werfen mussten.
Eierschalen kleben an der Wand und am Boden als Teil der Ausstellung „Au Naturel” der Künstlerin Sarah Lucas. Foto: Johannes Schmitt-Tegge Eierschalen kleben an der Wand und am Boden als Teil der Ausstellung „Au Naturel” der Künstlerin Sarah Lucas.
New York. 

Ob als Objekt im Stillleben, als natürliches Symbol für Wiedergeburt oder gar als winziger Stellvertreter für den Künstler selbst: Das Ei taucht in der Kunstwelt immer wieder auf, von Paul Cezanne über Salvador Dalí bis Martin Kippenberger.

Für ihre erste Retrospektive in den USA hat die britische Bildhauerin Sarah Lucas nun gleich 1000 echte Eier eingesetzt. In New York ließ sie Frauen die Hühnereier an eine weiße Wand werfen. Das Ergebnis ist die großflächige Arbeit „One Thousand Eggs: For Women” und Teil ihrer Ausstellung im „New Museum”.

Nach der Aktion kleben nun braune Eierschalen und orangefarbenes Eigelb an der Wand im zweiten Stock des Museums. „Es geht nicht darum, alles zu besudeln. Es geht darum, ganz ordentlich zu sein und das schönste Ei-Gemälde zu machen”, hatte sie zuvor über die Arbeit gesagt. Lucas hatte die Aktion vor einem Jahr bereits in der Berliner Galerie Contemporary Fine Arts (CFA) sowie in Mexiko veranstaltet, jeweils zu Ostern. Als in New York einige Frauen gleichzeitig Eier an die Wand klatschen ließen, sagte Lucas der Website „ArtNews” zufolge: „Es ist ein bisschen wie Feuerwerk, oder?”

Lucas ist vor allem für ihre provokanten Gipsskulpturen des weiblichen Unterleibs bekannt. Dafür verwendet sie Alltagsgegenstände wie Zigaretten, Gemüse und Strumpfhosen. Ihre Arbeiten drehen sich um Fragen von Gender, Sexualität und Identität und wirken dabei komisch, erotisch oder beklemmend.

Die Ausstellung „Au Naturel” läuft noch bis Anfang Januar 2019.

(dpa)
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