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Manga-Verfilmung „Ghost in the Shell“: Scarlett Johansson als Mensch und Maschine

Von Der Brite Rupert Sanders hat den japanischen Comic „Ghost in the Shell“ rund um eine Geheimpolizistin in eine reale Großstadt voller Cyber-Verbrechen versetzt.
Motoko Kusanagi (Scarlett Johansson) ist ein Cyborg mit Superkräften – halb Mensch, halb Maschine. Als Anführerin einer Sondereinsatztruppe hat sie die Aufgabe, die gefährlichsten Kriminellen der Welt zu stoppen. Foto: Paramount Pictures Motoko Kusanagi (Scarlett Johansson) ist ein Cyborg mit Superkräften – halb Mensch, halb Maschine. Als Anführerin einer Sondereinsatztruppe hat sie die Aufgabe, die gefährlichsten Kriminellen der Welt zu stoppen.

Vor knapp dreißig Jahren entwarf der japanische Comic-Künstler Masamune Shirow eine Zukunftswelt, in der Cyber-Kriminalität boomt und der Mensch mit seinen Maschinen verschmolzen ist. Die Geheimpolizistin Motoko Kusanagi kämpft gegen skrupellose Hacker, die Identitäten stehlen. Für Motoko eine sehr persönliche Angelegenheit, da sie zur Hälfte ein Roboter ist, in dessen Hülle ihr „Ghost“, das menschliche Ich, aufbewahrt wird.

„Ghost in the Shell“ wurde erstmals im Jahr 1995 von Mamoru Oshii für das Kino umgesetzt. Sein rasanter Zeichentrickfilm war ein Meisterwerk und inspirierte die ebenfalls um Bewusstseinsfragen und virtuelle Realität kreisende „Matrix“-Trilogie. Eine Realverfilmung ließ lange auf sich warten. Produzent Steven Spielberg erwarb schließlich die Rechte und gab die Regie an den aufstrebenden Briten Rupert Sanders ab, der mit „Snow White and the Huntsman“ ein Talent für märchenhafte Bilderwelten bewies. Um für die jugendliche Zielgruppe leichter vermarktbar zu sein, ist die Handlung der Hollywood-Fassung im Vergleich zur ursprünglichen Manga-Serie vereinfacht worden und ähnelt nun dem Science-Fiction-Reißer „RoboCop“. In naher Zukunft wird eine Super-Soldatin namens Major geschaffen, mit dem Auftrag, die gefährlichsten Kriminellen der Welt zu bezwingen. Ihr Körper ist mechanisch, ihre Seele ist die einer verunglückten Frau (Scarlett Johansson). Doch als Major herausfindet, dass hinter dem Unfall ihres früheren Ichs eine Verschwörung steckt, setzt sie alles daran, die Drahtzieher zu entlarven. Obgleich diese amerikanisierte Fassung an philosophischem Tiefgang verloren hat, birgt sie noch eine klare humanistische Botschaft: Menschlichkeit sollte stets über Technikgläubigkeit siegen. Weil ein Film dieser Größenordnung einen zugkräftigen Star benötigt, wurde Scarlett Johansson engagiert, was zu Protesten asiatischer Schauspielerinnen geführt hatte, die sich benachteiligt fühlten. Johanssons Verpflichtung erweist sich nun als Glücksfall, da sie sowohl die Härte, als auch die Melancholie der Cyborg-Polizistin eindrucksvoll darstellt. Zudem verfügt die Amerikanerin über die gebotene Körperlichkeit einer Action-heldin. Voller Anmut jagt Johansson durch den futuristischen Großstadtdschungel und festigt den Ruf als Amazone der Internet-Generation, den sie sich durch ihre ähnlich gelagerten Auftritte in der „Avengers“-Serie erwarb.

Der wahre Trumpf der Hochglanz-Produktion ist allerdings die opulente Optik. Ein Meer aus Licht, Farben und Formen lässt die Wirklichkeit vergessen und ermöglicht dem Publikum, vollständig in ein Comic-Universum einzutauchen. Einige Szenen, wie Majors Geburtsstunde, sind originalgetreu der Trickfilmfassung nachempfunden, ohne an Spannung zu verlieren. Der grandios inszenierte Kampf in einem urbanen See hat gar das Potenzial, als visueller Meilenstein in die Filmgeschichte einzugehen. Sehenswert

 

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos (D+E), Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis (D+E). Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis (D+E). Mainz: Cinestar

 

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