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Schirn zeigt Geschichte der Inszenierung im Schaukasten

Das Kunstwerk „Ohne Titel” in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt. Foto: André Morin/le Crédac/Schirn Das Kunstwerk „Ohne Titel” in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt.
Frankfurt/Main. 

Das Diorama - ein mit speziellen Effekten beleuchteter Glaskasten - wird seit dem 19. Jahrhundert als Schaubühne benutzt. Gezeigt werden ausgestopfte Tiere oder auch historische Figuren, die täuschend echt eine dreidimensionale Illusion der Welt erzeugen sollten.

Die Kunsthalle Schirn in Frankfurt geht nun in einer großen Ausstellung vom 6. Oktober bis 21. Januar 2018 anhand von mehr als 100 Werken der Kulturgeschichte des Diorama nach. Es geht auf den französischen Maler und Wegbereiter der Fotografie, Louis Daguerre (1787-1851), zurück.

Zum Diorama gehörten im 19. Jahrhundert auch detailgetreue Landschaftsausschnitte und ethnografische Szenerien, die in den naturkundlichen Museen entstanden. So inszenierten Völkerkundemuseen im Zeitalter des Imperialismus lebensgroße Wachsfiguren der Kolonialisierten in deren traditioneller Kleidung.

Zeitgenössische Künstler wie Mark Dion oder Kent Monkman haben Dioramen wieder als gesellschaftskritisches Instrument entdeckt, in dem urbane Umweltverschmutzung oder rassistische Sichtweisen hinterfragt werden. Die Ausstellung ist gemeinsam mit dem Palais de Tokyo in Paris entwickelt worden. Dort wurde die Schau auch zuerst gezeigt.

(dpa)
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