Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 11°C

Autor wurde 83 Jahre: Schriftsteller Peter Härtling gestorben

In seiner mehr als 60-jährigen Schaffenszeit veröffentlichte der Autor eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen, autobiografischen Schriften und Kinderbüchern. Zentral in seinen Werk ist das Thema Erinnerung.
Der Schriftsteller Peter Härtling ist tot. Der vielfach ausgezeichnete Autor sei am 10.07.2017 im Alter von 83 Jahren in Rüsselsheim gestorben, teilte eine Sprecherin des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln mit. Foto: Bernd Weissbrod (dpa) Der Schriftsteller Peter Härtling ist tot. Der vielfach ausgezeichnete Autor sei am 10.07.2017 im Alter von 83 Jahren in Rüsselsheim gestorben, teilte eine Sprecherin des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln mit.
Köln. 

Der Schriftsteller Peter Härtling ist tot. Der vielfach ausgezeichnete Autor sei am Montag im Alter von 83 Jahren nach kurzer schwerer Erkrankung in Rüsselsheim gestorben, teilte eine Sprecherin des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln mit.

In seiner mehr als 60-jährigen Schaffenszeit veröffentlichte Härtling eine Vielzahl von Romanen, Erzählungen, autobiografischen Schriften und Kinderbüchern. 2015 erschien sein letzter Roman «Verdi - Ein Roman in neun Fantasien». Zentral in Härtlings Werk ist das Thema Erinnerung. Dies bedeutete für ihn die Auseinandersetzung mit der Geschichte und politischen Vergangenheit.

1933 in Chemnitz geboren und dann mit der Familie nach Mähren übergesiedelt, flüchtete Härtling nach Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen mit seiner Mutter vor der Roten Armee. Der Vater, ein Rechtsanwalt, starb 1945 in russischer Gefangenschaft. Über Österreich kam die Familie 1946 ins schwäbische Nürtingen. Die Mutter nahm sich im selben Jahr das Leben. Härtling blieb mit seiner jüngeren Schwester bei Verwandten zurück. Der Maler Fritz Ruoff (1906-1986) wurde sein Mentor in Nürtingen.

Härtling arbeitete zunächst als Journalist, bevor er 1967 Cheflektor beim S. Fischer Verlag in Frankfurt wurde. 1974 ließ er sich als freier Schriftsteller nieder. Seinen Ruf als Romanbiograf großer Künstler erwarb er mit dem 1976 erschienenen Buch «Hölderlin» - der große Dichter der Romantik verbrachte seine Kindheit und Jugend ebenfalls in Nürtingen. Danach schrieb Härtling über Schubert, Schumann, Mozart, E.T.A. Hoffmann und Fanny Hensel-Mendelssohn. Auch mit vielen Gedichtbänden wurde er bekannt.

Seine größten Fans hatte Härtling aber unter den Heranwachsenden, die den «Hirbel» oder «Ben und Anna» liebten. Rund 20 Schulen in Deutschland sind nach Peter Härtling benannt. Bis zuletzt erhielt er von Kindern «Berge von Post». Alle Briefe beantwortete er - unterstützt von seiner Frau.

Härtling erhielt für sein Werk viele Auszeichnungen, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis, den Hölderlin-Ring und den Hessischen Kulturpreis. (dpa)

Zur Startseite Mehr aus Kultur

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse