E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Frauenkomödie „Book Club“: Schwung fürs Liebesleben

Von Jane Fonda, Diane Keaton, Candice Bergen und Mary Steenburgen spielen die vier Freundinnen, die ihrem Leben einen letzten Kick geben wollen.
Arthur (Don Johnson) und Vivian (Jane Fonda). Foto: Paramount Pictures (SquareOne Entertainment) Arthur (Don Johnson) und Vivian (Jane Fonda).

Ist es mit dem Liebesleben einer Frau vorbei, wenn sie über 60 Jahre alt ist? Nein! Schließlich gibt es noch immer Neues zu erfahren. Hotelbesitzerin Vivian (Jane Fon-da) schlägt ihren Freundinnen Diane (Diane Keaton), Carol (Mary Steenburger) und Sharon (Candice Bergen) vor, in den nächsten Wochen „Fifty Shades of Grey“ von E. L. James zu lesen.Tatsächlich inspiriert das Buch die vier Seniorinnen. Diane lernt den jüngeren Piloten Mitchell (Andy Garcia) kennen. Carol versucht, ihre kriselnde Ehe mit Ruheständler Bruce (Craig T. Nelson) zu retten, und die geschiedene Richterin Sharon sucht ihr Glück in Partnerschaftsportalen.

Und Vivian? Sie hat mit Arthur (Don Johnson) ihre Liebe aus jungen Zeiten wieder getroffen. Aber soll die bindungsscheue Frau sich wirklich mit ihm einlassen und ihre Freiheit aufgeben? „Fifty Shades of Grey“ erschien 2011 und 2012. Weltweit verkaufte sich das Buch über 100 Millionen Mal.

Wer glaubt, dass der Regisseur und Autor Bill Holderman und seine Co-Autorin Erin Simms sich mit dem Inhalt der Erotikromane beschäftigen, liegt falsch. Im Vordergrund ihrer Geschichte steht das eher konventionelle Liebesleben von Vivian, Diane, Carol und Sharon. Spannend ist das nie.

Tatsächlich hat man sogar den Eindruck, als habe Bill Holderman seine renommierten Darstellerinnen dazu angewiesen, etwas langsamer zu sprechen und zu gestikulieren. Befremdlich, weil deren Figuren ansonsten sehr vital wirken. Nie klagen sie über Gebrechen. Alles ist schön. Bloß ein erfülltes Liebesleben fehlt.

Dass Bill Holdermann und Erin Simms ihre Charaktere nicht allzu ernst nehmen, wäre noch verzeihbar. Dass sie latent frauenfeindlich gezeichnet sind, weniger. Es sind vornehmlich die Männer, die hier als kluge, ja magische Wesen auftreten. Sie müssen den Frauen den richtigen Weg ins Glück zeigen. All dies geschieht mit hausbackenem und prüdem Humor. Somit wirkt nichts erfrischend oder originell in diesem überzuckerten Hollywood-Kino. Schwach

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinestar, Metropolis, E-Kinos (D+E), Cinema (D+OmU); Offenbach: Cinemaxx; Mainz: Cinestar; Hanau: Kinopolis; Sulzbach: Kinopolis; Limburg: Cineplex

Zur Startseite Mehr aus Kultur

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen