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Show: So ist Holiday on Ice in Frankfurt

Von Inszeniert von Robin Cousins feierte „Atlantis“, die neue Show von „Holiday on Ice“, in der Festhalle ihre Premiere. Zu sehen ist sie dort bis zum 8. Januar.
Raffinierte Kostüme mit einem Hauch von Nostalgie prägen die neue „Holiday-on-Ice“-Show „Atlantis“. Bilder > Foto: Sven-Sebastian Sajak Raffinierte Kostüme mit einem Hauch von Nostalgie prägen die neue „Holiday-on-Ice“-Show „Atlantis“.

„Der Kontinent Atlantis war eine Insel, die vor der großen Flut in dem Gebiet lag, das wir heute den Atlantischen Ozean nennen.“ Im Jahr 1969 sang der britische Liedermacher Donavan diese Zeilen in seinem Lied „Atlantis“. Darin schwärmt er mit poetischen Worten von dem Eiland, von dem aus großartige Seefahrer mit ihren Schiffen zum Süden und Norden von Amerika reisten. Auch Afrika war nah am mythischen Inselreich, das der griechische Philosoph Platon in der Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. erstmals erwähnt hat. „Innerhalb eines Tages und einer unglückseligen Nacht“ sei es 9600 v. Chr. untergegangen. Jetzt erweckt es der Regisseur und Choreograf Robin Cousins mit seinem Kreativ-Team zu neuem Leben.

Märchenhaft schön erscheint die Welt, in der die Insulaner leben. Imposante Architektur sowie eine reichhaltige Pflanzenwelt umgibt sie. Auf dem zu Eis gefrorenen Wasser treffen sich starke Männer und schöne Frauen, um zunächst während eines rauschenden Fests zu klassischer Musik, aber auch zu modernen Pop-Songs zu tanzen. Dabei staunt man in den ersten Augenblicken nicht so sehr über den Eiskunstlauf des 35-köpfigen Ensembles, sondern über die Kostüme. Natürlich waren diese bei „Holiday on Ice“ stets glamourös, extravagant und farbenfroh.

Freizügige Kostüme

Jetzt erscheinen sie zudem äußerst freizügig. Plump wirken die Entwürfe des Designers Michael Sharp jedoch keineswegs. Hierfür sind sie viel zu fantasievoll gestaltet. Zudem bewegen sich sämtliche Eiskunstläuferinnen so elegant, dass deren Kleidung steigende Aufmerksamkeit erregt.

Dass „Atlantis“ dieses Interesse entfachen kann, liegt zu großen Teilen an Robin Cousins. Letztmals war der Brite im Jahr 2009 für die Choreographie von „Tropicana“ zuständig gewesen. Davor hatte er Shows wie „Hollywood“, „Celebration“, „Fantasie“, „Mystery“ und „Diamonds“ choreographiert. Sein Stil hat sich seither nicht bedeutend verändert. Allerdings wirkt „Atlantis“ weniger als zuvor wie eine Revue. „Die Geschichte, die wir erzählen, steht jetzt mehr im Vordergrund als früher. Nicht jede Szene muss darin spektakulär wirken. Vielmehr soll sie innerhalb der Erzählung einen bestimmten Sinn haben“, erklärt Cousins. In der Tat überfrachtet der Künstler die neue Show nicht. Spektakuläre Momente in Einzel-, Paar- und Ensembleläufen sind dramaturgisch geschickt vorbereitet, so dass sie als solche pointiert zur Wirkung gelangen. Wobei das Geschehen auf dem Eis, obwohl immer wieder die Stimmungen in den einzelnen Szenen wechseln, im Fluss bleibt.

Waghalsige Akrobatik

Mit diesem Wechsel bleibt der dramatische Untergang von „Atlantis“ nicht aus. Nicht nur Filmbilder von gigantischen Flammen sind auf Leinwänden zu sehen. Auch fahren Eiskunstläufer mit brennenden Fackeln über das Eis, während das zuvor oft so farbenfrohe Licht der Scheinwerfer schwindet. Ihr Schein taucht bald alles in das Blau des Wassers, in dem Atlantis versinkt.

Erloschen ist damit das Leben allerdings längst nicht. Vielmehr gilt es, im zweiten Akt der Show eine geheimnisvolle Unterwasserwelt zu entdecken. In ihr verzaubern Läufer und Läuferinnen aus Ländern wie Frankreich, England, Russland, Deutschland, Amerika, Kanada, Schweden und Italien das Publikum mit großartigem Eiskunstlauf, waghalsiger Akrobatik und mitunter sogar skurrilem Humor.

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