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Starke Familiengeschichten in Locarno

Mit Menschen in einer Lebenskrise beschäftigt sich Sandra Nettelbeck in ihrem neuen Film. In Locarno gab die Regisseurin einen ersten Einblick.
Festivalpräsident Marco Solari bei der Eröffnung des 71. Internationalen Filmfestivals von Locarno. Foto: Peter Klaunzer Festivalpräsident Marco Solari bei der Eröffnung des 71. Internationalen Filmfestivals von Locarno.
Locarno. 

Die deutsche Regisseurin Sandra Nettelbeck hat auf dem Filmfestival Locarno ihren neuen Film „Was uns nicht umbringt” vorgestellt.

In der melancholische Komödie beleuchtet sie mit leisem Humor und philosophisch grundierten Dialogen den Alltag einer Reihe von nicht mehr jungen Menschen in einer Lebenskrise. Zentrale Figur ist ein von August Zirner pointiert gespielter Psychotherapeut.

In einem Pressegespräch sagte Nettelbeck („Bella Martha”) am Freitag in Locarno, dass es für sie vor allem ein Film der Hoffnung sei, „der Hoffnung von uns allen, dass man sein Leben so gestalten kann, wie man es sich wünscht.” Sie ergänzte: „Das Wichtigste ist, dass man nichts bedauert. Und dazu ist es nie zu spät.”

„Was uns nicht umbringt” läuft außerhalb aller Wettbewerbe im Programm der abendlichen Freiluftaufführungen auf der Piazza Grande von Locarno, die mehr als 8000 Besuchern Platz bietet. Der Film hat die Chance, den renommierten Zuschauerpreis zu gewinnen.

Im Hauptwettbewerb um den Goldenen Leoparden konkurrieren 15 Filme aus aller Welt. Deutschland ist mit dem erst zum Festivalende zu sehenden Anti-Terrorismus-Drama „Wintermärchen” von Regisseur Jan Bonny dabei.

Die ersten Wettbewerbsbeiträge aus Taiwan, den USA und Chile haben starke Familiengeschichten erzählt. Sie überzeugen als  publikumswirksame und gedankenreiche Gesellschaftsstudien. Besonders beeindruckte „Ein Familienausflug” des chinesischen Regisseurs Ying Lang. Der Film zeigt die Schwere eines Lebens unter politischem Druck: Die Hauptfigur, eine Filmregisseurin, musste die Volksrepublik China verlassen, weil sie als kritische Künstlerin das Missfallen der Machthaber erregt hat. Ein eindringlicher, preiswürdiger Film. Der Goldene Leopard und die anderen Auszeichnungen werden am 11. August vergeben.

(dpa)
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