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Streit um Berlinale - Wie geht es weiter?

Wie sieht das Filmfestival der Zukunft aus? Nach der Forderung nach einem Neuanfang bei der Berlinale wird jetzt diskutiert. Mit dabei: Volker Schlöndorff und Kulturstaatsministerin Monika Grütters.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auf dem roten Berlinale-Teppich (2017). Foto: Jens Kalaene Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auf dem roten Berlinale-Teppich (2017).
Berlin. 

Mehr als 400 Filme aus aller Welt und knapp eine halbe Million verkaufte Kinotickets - jedes Jahr im Februar lockt die Berlinale nicht nur Fachpulikum, sondern auch die ganz „normalen” Filmfans an.

Um die Größe, Qualität und auch die Leitung des Festivals ist nun ein heftiger Streit entbrannt. In einer Petition hatten 79 Regisseure, darunter Fatih Akin, Volker Schlöndorff und Maren Ade, eine Neuausrichtung der Berlinale gefordert - und indirekt auch Kritik an Berlinale-Direktor Dieter Kosslick geübt, dessen Vertrag 2019 ausläuft.

Bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Filmfestivals heute” treffen am Montag (4. Dezember/18.00 Uhr) nun Berlinale-Kritiker und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) aufeinander. Grütters ist für die Besetzung des Berlinale-Chefpostens zuständig.

Filmfestivals sollten „nicht nur Schaufenster der Filmkunst und Treffpunkt für Cineasten sein, sondern zugleich Vermarktungsplattform und internationale Handelsmesse, Informationsbörse und Schauplatz neuester Entwicklungen”, heißt es in der Einladung zu der Diskussionsveranstaltung. „Besonders in Zeiten des digitalen Wandels mit veränderten Rezeptionsweisen und Vertriebswegen sind sie auch ein Forum, auf dem die Bedeutung des Kinos und des Mediums Film stets aufs Neue gewichtet und verhandelt wird.”

Auf dem Podium werden unter anderem auch zwei der Regisseure sitzen, die die Erklärung unterzeichnet haben: der Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff („Rückkehr nach Montauk”, „Die Blechtrommel”) und Christoph Hochhäusler („Milchwald”). Mitdiskutieren werden außerdem der Produzent Thomas Kufus („Der Staat gegen Fritz Bauer”) und die Chefin des Medienboard Berlin-Brandenburg, Kirsten Niehuus.

Die Regisseure hatten in ihrer Erklärung ein transparentes Verfahren zur Neubesetzung der Berlinale-Leitung gefordert. Ziel müsse es sein, „eine herausragende kuratorische Persönlichkeit zu finden, die für das Kino brennt, weltweit bestens vernetzt und in der Lage ist, das Festival auf Augenhöhe mit Cannes und Venedig in die Zukunft zu führen.” Grütters hatte erklärt, über die Zukunft der Berlinale solle im kommenden Jahr abschließend entschieden werden.

Am Dienstag (5. Dezember) tagt auch der Berlinale-Aufsichtsrat. Dort will Kosslick sein Zukunftskonzept für das Festival vorstellen. Zuletzt war immer wieder eine Trennung von Geschäftsführung und künstlerischer Leitung ins Gespräch gebracht worden.

(dpa)
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